Coachings und innovative Arbeitszeitmodelle sind wichtige Voraussetzungen, um den Anteil von Frauen in Führungspositionen zu erhöhen. Dies war die Kernaussage des ersten Ladies Business Lunch der Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft LeitnerLeitner in Wien zum Thema „Quoten, Reißverschluss-Systeme und Familienzeitmodelle – die neue Macht der Frauen in Wirtschaft und Politik?“. Inspirierende Vorträge von erfolgreichen Business-Ladies zu Themen, die Frauen in Führungspositionen bewegen, gepaart mit beruflich relevanten steuerlichen und rechtlichen Updates stehen im Mittelpunkt dieser Mittagsveranstaltung.

Teilzeit ist auch in Führungspositionen möglich
„Ich glaube, die Frauenquote ist deshalb so niedrig, weil zu wenig Coachings und Förderungen angeboten werden und daher trauen sich leider nach wie vor nur wenige Frauen Führungspositionen zu“, erklärte Friederike Jacquelin, langjährige Geschäftsführerin des Familienunternehmens Gebauer & Griller, eines führenden Herstellers von Kabel, Leitungen und Kabelsätzen für die Automobil-, Aufzug- und Fahrtreppenindustrie, in ihrem Impulsreferat. Oftmals scheitere es auch an der Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Daher seien flexible Arbeitszeitkonzepte und Home Office-Möglichkeiten, wie Gebauer & Griller sie bereits umsetzt, von enormer Wichtigkeit. „Teilzeit in Führungspositionen ist schwieriger, aber mit Disziplin, offener Kommunikation und dem richtigen Team jedenfalls machbar.“

Generationenwechsel gemeinsam erarbeiten
Wie der Generationenwechsel in der Geschäftsführung erfolgreich gelingen kann, war das zweite Kernthema des Business Lunch. Friederike Jacquelin leitete über 30 Jahre den Kabelhersteller Gebauer & Griller, bevor sie vor kurzem in den Aufsichtsrat wechselte und die Unternehmensführung an Eva Schinkinger übergab. Bei der Nachfolgeplanung sieht sie das A und O in einer gut durchdachten Übergabe mit gemeinsam erarbeiteten Verbesserungsvorschlägen.

Rechtliche und steuerliche Empfehlungen zur erfolgreichen Nachfolgeplanung standen bei den Key Notes von Natascha Stornig-Wisek, Steuerberaterin und Partnerin bei LeitnerLeitner, und Sonja Kerschbaum, Anwältin bei Kerschbaumer Partner Rechtsanwälte, im Mittelpunkt. Nachfolgeplanung sei aber nicht immer nur steuerlich, sondern auch emotional ein Thema. „Wenn man rechtzeitig vorsorgt, lassen sich Streitigkeiten oder im schlimmsten Fall sogar existenzbedrohende Situationen vermeiden. Mit einer individuellen, klaren Vorstellung von der idealen Situation der Nachfolge und einer fundierten Aufbereitung des Wegs dorthin gelingt die Lösung“, so die beiden Expertinnen.

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