voestalpine und VERBUND, zwei der größten Industrieunternehmen Österreichs und ökologische Vorreiter in ihren jeweiligen Branchen, werden künftig die Zusammenarbeit im Rahmen strategischer Kooperationsprojekte verstärken. Diese umfassen neben neu konzipierten längerfristigen VERBUND Stromlieferungen für einzelne voestalpine-Standorte Flexibilisierungskonzepte in den Bereichen Stromerzeugung und Strombedarf, die Prüfung von möglichen Photovoltaikprojekten an österreichischen voestalpine-Standorten sowie eine Forschungszusammenarbeit im Zukunftsbereich Wasserstoff.

Sowohl die Energieerzeuger als auch die Industrie sehen sich in Europa gegenwärtig mit großen energiepolitischen Herausforderungen konfrontiert. Während die Klima- und Energieziele der EU bis 2030 eine Senkung der CO2-Emissionen um 40 Prozent vorsehen und damit die energieintensive Industrie vor nahezu unlösbare Probleme gestellt wird, befindet sich auch die Strombranche durch die Energiewende in einem radikalen, tiefgreifenden Umbruch. In diesem Zusammenhang werden langfristig tragfähige, stabile Partnerschaften zwischen Energie- und Industrieunternehmen immer wichtiger. Die nunmehr in Aussicht genommene verstärkte Kooperation zwischen dem Technologie- und Industriegüterkonzern voestalpine sowie dem VERBUND als größtem österreichischen Stromerzeuger und einem der größten Stromerzeuger aus Wasserkraft in Europa, geht daher erstmals sehr deutlich über den klassischen Bereich der bloßen Stromlieferung hinaus und setzt aktiv auf das gemeinsame Nützen zukünftiger Chancen in beiden Branchen.

Strategische Kooperationsprojekte in vier Kernbereichen

Anknüpfend an bestehende Geschäftsbeziehungen beinhaltet die jetzt geplante Zusammenarbeit zunächst die Lieferung von VERBUND-Strom für einzelne Unternehmensstandorte der voestalpine in Österreich auf einer erweiterten, den komplexen Preis- und Leistungsstrukturen der Zukunft besser als bisher Rechnung tragenden Basis. Ein entsprechender Liefervertrag wurde für einen Zeitraum von vorerst sechs Jahren fixiert. Des Weiteren wird an Projekten für erneuerbare Eigenstromerzeugung an inländischen voestalpine Konzern-Standorten gearbeitet. Konkret geht es dabei um die Prüfung hinsichtlich Machbarkeit und Wirtschaftlichkeit sowie um die Entwicklung von Betreibermodellen für Photovoltaik-Anlagen. Darüber hinaus wollen die Partner bei Demand- Side-Management-Lösungen – sprich dem Ausgleich von kurzfristigen Schwankungen im Stromnetz durch Erzeugungsanlagen der voestalpine – umfassender als bisher zusammenarbeiten. Beim vierten Kernbereich handelt es sich um eine gemeinsame langfristige Forschungsinitiative zum Thema Wasserstoff, bei der es schwerpunktmäßig um Potenziale und Möglichkeiten für den Einsatz von Wasserstoff in den einzelnen Prozessstufen der Stahlherstellung geht.

Gemeinsames erklärtes Ziel der strategischen Projektarbeit ist es, letztlich die langfristige Konkurrenzfähigkeit des Industriestandortes Österreich in Bezug auf die energiespezifischen Voraussetzungen einer kritischen Prüfung und Bewertung zu unterziehen.

Pressetext

Titelfoto vlnr: Wolfgang Eder, Vorstandsvorsitzender der voestalpine AG und Dipl.-Ing. Wolfgang Anzengruber, Vorsitzender des Vorstands der VERBUND AG
Fotocredit: voestalpine Verbund

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