v.l.n.r.: Karl Heinz Gruber, Wasserkraft-Geschäftsführer VERBUND, Brigitte Bach, Vorständin Salzburg AG, Michael Baminger, Vorstandssprecher Salzburg AG, Landesrat Josef Schwaiger, Landeshauptmann und Aufsichtsratsvorsitzender Wilfried Haslauer, Achim Kaspar, COO VERBUND, Hubert Stock, Bürgermeister Werfen, Peter Harlander, Bürgermeister Golling, Michael Amerer, Wasserkraft-Geschäftsführer VERBUND

Spatenstich für Salzachkraftwerk Stegenwald: Salzburg AG und VERBUND als Schrittmacher für die Energiewende

  • Ausbau heimischer erneuerbarer Erzeugung schreitet voran
  • Kraftwerk Stegenwald: ein weiteres Stück Unabhängigkeit für das Bundesland Salzburg

Das Land Salzburg hat sich mit der Klima- und Energiestrategie Salzburg 2050 dazu verpflichtet klimaneutral, energieautonom und nachhaltig zu werden. Das bedeutet: null Prozent Treibhausgas-Emissionen und 100 Prozent Strom und Wärme aus erneuerbaren Energiequellen. Landeshauptmann Wilfried Haslauer, Aufsichtsratsvorsitzender der Salzburg AG, sieht die Errichtung des Wasserkraftwerks als Meilenstein: „Mit dem Bau des Kraftwerks Stegenwald machen wir in Sachen Ausbau erneuerbarer Energieerzeugung als Bundesland einen entscheidenden Schritt vorwärts. Die aktuelle Situation zeigt uns, dass kein Weg daran vorbeiführt, Salzburg energieautonom zu machen. Dafür müssen wir vor allem den Ausbau erneuerbarer Energieerzeugung weiter vorantreiben. Mit dieser Investition setzen VERBUND und die Salzburg AG gemeinsam einen großen Schritt in Richtung regionaler, unabhängiger Energieerzeugung.“

Auch Landesrat Josef Schwaiger streicht die Bedeutung der Wasserkraft für das Bundesland Salzburg hervor: „Die Wasserkraft ist trotz der Schwankungen aufgrund der unterschiedlichen Fließ-mengen, eine der verlässlichsten und durchgängigsten Energiequellen in unserem Land. Mit diesem Spatenstich schaffen wir somit einen weiteren Schritt um die Abhängigkeit von Dritten bei Energielieferungen zu verringern.“ sagt Energielandesrat Sepp Schwaiger und ergänzt, „Für die Deckung des künftigen Energiebedarfs darf es aber nicht die Frage sein, ob Wasser oder Windkraft, Photovoltaik oder Biomasse – wir werden alles brauchen und dafür müssen Verfahren und Rahmenbedingungen so gestaltet sein, dass Projekte in realistischen Zeiträumen umgesetzt werden können.“

Nach etwas mehr als zwei Jahren Bauzeit wird das Kraftwerk Stegenwald mit 72,8 Millionen Kilowattstunden Jahreserzeugung so viel grünen Strom einspeisen, wie im Durchschnitt rund 20.000 Haushalte benötigen. Das entspricht der Größenordnung Halleins, der zweitgrößten Stadt im Bundesland Salzburg. VERBUND Vorstandsmitglied Achim Kaspar ging auf die traditionelle Zusammenarbeit beim Ausbau der Wasserkraft ein: „VERBUND und Salzburg AG beweisen an der Salzach einmal mehr, dass die Wasserkraft nicht umsonst eine wesentliche Säule der erneuerbaren Energiezukunft ist. Wir werden jede Kilowattstunde benötigen, die wir erzeugen können. Das Kraftwerk Stegenwald steht daher für saubere, ökologisch verträgliche und nachhaltige Energie aus dem Land Salzburg.“ 

„Es gibt keine Alternative zur Energiewende, dabei müssen wir sämtliche Möglichkeiten der Erneuerbaren nützen – von Sonne, Biomasse, Wasser bis Wind. Die Wasserkraft ist der Champion der erneuerbaren Energien, die kontinuierlich über das Jahr sauberen Strom liefert”, betonen die Vorstände der Salzburg AG Michael Baminger und Brigitte Bach. Das Laufwasserkraftwerk an der mittleren Salzach soll nach Fertigstellung 72,8 GWh Strom (p. a.) für die Region liefern. Zwei Turbinen ermöglichen eine Engpassleistung von 14,3 MW. Gemeinsam investieren Salzburg AG und Verbund rund 100 Millionen Euro in das Kraftwerk, die je zur Hälfte von den Partnern getragen werden.

Eckdaten Kraftwerk Stegenwald:

  • Anlagentyp: Laufwasserkraftwerk
  • Einzugsgebiet: 3.106,4 km²
  • durchschnittliche Jahreserzeugung (Strom): 72,8 GWh/p.a.
  • Engpassleistung (Strom): 14,3 MW
  • Turbinen: 2 Kaplan-Turbinen
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