Oliver Bertram, Andreas Gnesda; ©Niklas Schnaubelt

Office Report 2023: Geteilte Schreibtische sind neue Normalität

Wie die aktuelle Studie vom teamgnesda zeigt, sind geteilte Arbeitsplätze für 90 Prozent der Büromitarbeiter mittlerweile Realität. An einem durchschnittlichen Arbeitstag sind jedoch nur 61 Prozent der Arbeitsplätze belegt.

Der Office Report 2023 von teamgnesda stellt mit einer Datenbasis von 97.500 Mitarbeiter:innen an 75.900 Arbeitsplätzen auf einer Bürofläche von 2.230.000 Quadratmetern eine der wohl größten Umfragen im deutschsprachigen Raum dar.

Sharing für ein neues Miteinander
Rein rechnerisch entfallen derzeit auf 10 Mitarbeiter:innen 7,8 Schreibtische. Damit wird auch weniger Fläche pro Mitarbeiter:in benötigt. Diese lässt sich somit effizienter nutzen. Die Akzeptanz des Sharing-Modells ist – wie die Umfrage zeigt – groß. 64 Prozent der Befragten sind bereit zu teilen. „Dies ist ein klares Zeichen, dass sich Konzepte des tätigkeitsbasierten Arbeitens mit Sharing etabliert haben“, so Andreas Gnesda, CEO teamgnesda.

Bedarf an Interaktionsflächen gestiegen
Das Miteinander im Büro wird in Zeiten der Digitalisierung immer wichtiger. So ist der Bedarf an Interaktionsflächen laut Studie um 81% gestiegen. „Die Digitalisierung hat Formen der Zusammenarbeit möglich gemacht, die vor wenigen Jahren nicht realisierbar gewesen wären. Dennoch bedeutet sie nicht das Ende des Büroarbeitsplatzes. Der simple Grund dafür ist, dass Menschen das Miteinander suchen – und zwar im Setting ‚Büro‘. Entsprechend brauchen wir viel mehr interaktionsorientierte und hochwertige Büroflächen. Denn eine integrierende Office-Gestaltung wirkt sich positiv auf die Arbeitgeberattraktivität und das Zugehörigkeitsgefühl aus“, so Oliver Bertram, CEO von teamgnesda. Das Büro soll wieder mehr zu einem Ort der Begegnung werden, so das Fazit.

New Work – gekommen um zu bleiben
Die Studie zeigt mit 93% eine hohe Home-Office Akzeptanz.  81% arbeiten bereits mehr als einen Tag pro Woche nicht im Büro. Dabei wird nicht nur von zu Hause gearbeitet, sondern vermehr auch an dritten Orten (remote work), etwa im Kaffeehaus, im Park, im Zug oder an einem Urlaubsort (workation), „Das bedeutet aber auch, dass umso mehr Mitarbeiter:innen diese Vorteile genießen, desto mehr steigen die Anforderungen an die Arbeitsumgebung, wenn sie dann doch ins Büro kommen. Diese Trends sind nicht das Ende, sondern eher der Ursprung für ein neues Miteinander“, so Gnesda.

Nachhaltigkeit und Barrierefreiheit
90 Prozent der Befragten gaben an, Ihre Mitarbeiter:innen zu mehr Nachhaltigkeit zu motivieren. Das reicht von der Motivation zu nachhaltigem Verhalten im Büro über neue Ideen für mehr Effizienz. Die Anreise ins Büro erfolgt derzeit für 43 Prozent öffentlich, 32 Prozent nutzen den PKW oder Motorrad, 15 Prozent das Rad und 10 Prozent gehen zu Fuß. Interessant ist auch, dass nur zwei Tage Home-Office in Österreich eine Einsparung von 754.000 Tonnen CO² mit sich bringen würde. Das entspricht knapp 1 Prozent der gesamten CO2 Emissionen Österreichs!

Was die Barrierefreiheit angeht, ist die Notwenigkeit eines barrierefreien Büros zwar in den Unternehmen angekommen, laut Erfahrung des Beratungsunternehmens myability besteht hier allerdings noch Aufholbedarf. Meist werden unter Barrierefreiheit nur Rampen und barrierefreie WCs verstanden. Ein umfassendes Konzept müsste allen Menschen mit Behinderung und chronischen Erkrankungen entsprechen.

Weiterführender Link: www.teamgnesda.com

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