Axel Kühner, Vorstandsvorsitzender Greiner AG und Hannes Moser, Finanzvorstand Greiner AG / Copyright: Greiner AG

Auf dem Weg zum Green Champion: Greiner präsentiert Strategie und Bericht für eine nachhaltige Zukunft

Strukturen und Prozesse von Grund auf neu denken und das Unternehmen für eine nachhaltige Zukunft rüsten: Greiner verschreibt sich dem Thema Nachhaltigkeit und macht das Unternehmen zukunftsfit. Als Green Champion will Greiner damit als Vorreiter in der Industrie vorangehen.

„Wer, wenn nicht wir?“ ist die über allem schwebende Frage des Greiner Nachhaltigkeitsberichts, der heute präsentiert wird. Mit einer umfassenden Strategie, dem Blue Plan, hat das Unternehmen vor rund einem Jahr damit begonnen, Strukturen, Prozesse und die gesamte strategische Ausrichtung des Unternehmens von Grund auf neu zu denken, um das Thema Nachhaltigkeit ins Zentrum zu rücken. Es geht dabei nicht um kosmetische Veränderungen, sondern in Teilen sogar um einen tiefgreifenden, radikalen Wandel, eine Transformation des gesamten Unternehmens hin zu einem nachhaltigen „Green Champion“. Ein radikal neuer Weg für das neue Jahrzehnt.

Das Ziel der selbst auferlegten, ambitionierten Nachhaltigkeitsstrategie Blue Plan ist klar definiert: die Kreislaufwirtschaft stärken und bis 2030 ein umfassend zirkuläres Unternehmen auf dem Markt sein. Was der „Green Deal“ für die Europäische Kommission ist, ist die Nachhaltigkeitsstrategie für Greiner: Sie gilt als Fahrplan für eine nachhaltige Wirtschaft.

Blue Plan: Klima, Kreislaufwirtschaft & Menschen
Blue Plan umfasst alle Unternehmensbereiche weltweit und setzt drei Handlungsfelder in den Mittelpunkt, die als zentrale Zukunftsthemen bei Greiner identifiziert wurden: Klimawandel, Kreislaufwirtschaft und Menschen. Diese drei Bereiche sind miteinander verwoben und bedingen einander. Ohne Kreislaufwirtschaft gibt es keine Klimaneutralität und ohne motivierte und ausreichend geschulte Mitarbeiter*innen wird kein Unternehmen die notwendige Transformation schaffen.

Greiner leitete diesen Prozess während der Corona-Krise ein, in einer Zeit, die die Schwachstellen des Systems offenlegte. Corona verstärkte bereits existierende Krisen und legte den Finger auf die wunden Stellen im System. Nicht erst seit diesem Zeitpunkt ist Greiner davon überzeugt, dass nur nachhaltiges Wirtschaften in Zukunft erfolgreiches Wirtschaften sein wird.

Vorstandsvorsitzender Axel Kühner ist von der Dringlichkeit überzeugt und setzt daher das Thema auf die Tagesordnung: „Die Aufgabe, vor der wir stehen, könnte nicht herausfordernder sein. Wir brauchen eine ökologische Modernisierung unserer Wirtschaft und Gesellschaft. Denn die Zeit drängt, das aktuelle Jahrzehnt wird entscheidend sein. Worten müssen Taten folgen. Wir wollen ein Green Champion werden und Nachhaltigkeit in all unseren Prozessen mitdenken. Dabei geht es nicht nur um Lippenbekenntnisse, sondern um ein konsequentes Hinterfragen wirklich aller Unternehmensbereiche. Es bleibt daher keine Wahl: Wir müssen die kommenden Jahre zu den Goldenen 20er-Jahren der Nachhaltigkeit und Transformation machen.“

Erste zentrale Schritte auf dem Weg hin zu mehr Nachhaltigkeit sind bereits gelungen: Seit Juli 2019 beziehen alle österreichischen Standorte von Greiner zu 100 Prozent zertifizierten Grünstrom, weitere Standorte weltweit werden folgen. Die Energieeffizienz der Produktion spielt eine wichtige Rolle auf dem Weg zur Klimaneutralität. Deshalb sind Maßnahmen und Projekte in diesem Bereich wichtig, um Ineffizienzen und Verluste aufzudecken und zu beheben. 2020 konnten Energieeinsparungen von fast 6.500 MWh erreicht werden, dies entspricht einer Reduktion von rund 3.000 t CO2-Äquivalenten.

It’s the circular economy, stupid!
Dreh- und Angelpunkt der Veränderung ist eine funktionierende Kreislaufwirtschaft – die große Herausforderung der kommenden Jahre. In einem zirkulären System werden Materialien und Produkte so lange wie möglich wiederverwendet, aufgearbeitet, repariert und recycelt. Dadurch ist es möglich, die Lebensdauer von Produkten zu verlängern und Abfälle auf ein Minimum zu reduzieren. In einem zirkulären Wirtschaftsmodell werden Ressourcen nicht immer wieder aufs Neue aus der Natur entnommen, sondern im Kreislauf geführt. Damit wird der Raubbau an der Natur und den verfügbaren Ressourcen gebremst und unsere Umwelt geschützt. Besonders im Fokus stehen dabei Kunststoffverpackungen, aber auch das Schaumstoff-Produktportfolio. Zu häufig werden beide Produktgruppen noch thermisch verwertet oder in Teilen gar deponiert. In einem zirkulären System wird genau dies vermieden und die Materialien werden im Kreislauf gehalten.

Die Umstellung von einem klassischen Industrieunternehmen hin zu einem nachhaltigen Player am Markt ist zweifelsohne ein Kraftakt, der nur gemeinsam gemeistert werden kann, erläutert Finanzvorstand Hannes Moser: „Die Kraft, die dafür notwendig ist, können aus unserer Sicht nicht einige wenige aufbringen. Wir werden die Ideen und die Veränderungsbereitschaft all unserer 11.494 Mitarbeiter*innen unterstützen müssen, um Nachhaltigkeit bei Greiner konsequent voranzutreiben und unserer gesellschaftlichen Verantwortung gerecht zu werden. Niemand kann uns diese Aufgabe abnehmen.“

Link zum Unternehmensprofil von Greiner: hier

teilen