Start News FACC startet mit starkem Q1 in ein herausforderndes Geschäftsjahr 2020

FACC startet mit starkem Q1 in ein herausforderndes Geschäftsjahr 2020

© FACC/Gortana

• Umsatz mit 193,7 Mio. Euro auf hohem Vorkrisen-Niveau
• Bisher bestes Q1 Ergebnis, EBIT auf 13,1 Mio. Euro gesteigert
• Deutliche Auswirkungen der Corona-Krise ab Q2 erwartet

Die FACC AG startete mit ihrem bisher besten Q1 Ergebnis in das Geschäftsjahr 2020. Die Maßnahmen des Kostensenkungsprogramms von insgesamt 50 Mio. Euro beginnen voll zu greifen. Dadurch konnte eine gute Ausgangslage für die Corona-Krise geschaffen werden. Der weitere Verlauf des Geschäftsjahres wird spürbar von den Auswirkungen der COVID-19-Pandemie beeinflusst, wobei das gesamte Ausmaß des Rückgangs aufgrund der globalen Unsicherheit am Markt derzeit noch nicht abschätzbar ist.

„Wir haben im Vorjahr zahlreiche Maßnahmen zur Kostensenkung umgesetzt. Diese greifen nachhaltig und zeigen heute bereits positive Effekte in der Ertragslage des Unternehmens“, sagte Robert Machtlinger, CEO der FACC AG. „Mit neuen Aufträgen und einer optimierten Kostenstruktur schaffen wir uns eine gute Basis, die uns gerade in diesen herausfordernden Zeiten bei der Bewältigung der Corona-Krise maßgeblich unterstützt. In den kommenden Wochen und Monaten wird unser Fokus auf drei Bereichen liegen: die Sicherheit und Gesundheit unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die termingerechte Versorgung unserer Kunden sowie weitere Anpassungen zur Stärkung der wirtschaftlichen Stabilität über alle Unternehmensbereiche hinweg. Die Krise trifft besonders die Mobilitäts- und somit die Luftfahrtbranche. Wir haben in Abstimmung mit unseren weltweiten Kunden mehrere Marktszenarien simuliert und können je nach globaler Entwicklung der Lage schnell und entschlossen handeln.“

Die Umsatzerlöse in den ersten drei Monaten 2020 belaufen sich auf 193,7 Mio. Euro (Vergleichsperiode 2019: 205,6 Mio. Euro). Der Rückgang um 5,8% ist auf eine Reduktion der Entwicklungsumsätze auf 7,3 Mio. Euro in den ersten drei Monaten 2020 begründet. Trotz der aktuellen äußeren Umstände blieben die Produktumsätze bedingt durch das Hochlaufen von Neuprojekten auf gleichem Niveau.

Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) betrug in den ersten drei Monaten 2020 13,1 Mio. Euro (Vergleichsperiode 2019: -8,3 Mio. Euro, bedingt durch das Einstellen der A380 und damit verbundenem Einmaleffekt resultierend aus der Wertberichtung in Höhe von 11,4 Mio. Euro.)

FACC reagierte auf die Corona Krise proaktiv und umfassend
FACC reagiert seit Bekanntwerden der Corona-Pandemie mit einer internen CORONA Task Force ganzheitlich und schnell auf die Krise. Für das Management steht hierbei die Balance zwischen dem individuellen Schutz der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, der wirtschaftlichen Stabilität des Unternehmers sowie der Unterstützung der weltweiten Kunden im Fokus. Umgehend wurden die bestehenden Liquiditätsreserven durch zusätzliche Kreditlinien maßgeblich erweitert. Trotz erheblicher Veränderungen im gesamten CORONA-Umfeld konnte die Gesundheit der Belegschaft jederzeit sichergestellt sowie alle Kundenbedarfe 100%ig abgesichert werden.

Ausblick
Mit Bekanntwerden des COVID-19-Virus und den damit verbundenen globalen wirtschaftlichen Stillständen in den Monaten Februar (China) sowie März und April (restliche Welt) hat sich die kurz- bzw. mittelfristige Situation im globalen Waren- und Personenverkehr drastisch verändert. Hat sich das erste Quartal im FACC Geschäftsjahr 2020 sowohl in der Umsatz- als auch in der Ergebnisverbesserung noch sehr positiv entwickelt, ist eine solide und belastbare Vorhersage im derzeitigen Umfeld für das Gesamtjahr noch nicht möglich. Deutliche Nachfrage- und Produktionseinschränkungen im in den nächsten Monaten sind aber zu erwarten.

Vor dem Hintergrund der CORONA-Krise sind temporär 80% der globalen Flugzeugflotte außer Dienst gestellt. Das Verkehrsaufkommen in Mitteleuropa hat sich im April 2020 um ca. 95% im direkten Vergleich zur Auslastung im April 2019 reduziert. Die letzten 20 Jahre zeigen, dass die Luftfahrzeugindustrie grundsätzlich eine hohe Resilienz gegen wirtschaftliche Schockereignisse hat. Der Markt hat sich nach den Krisenereignissen in den letzten beiden Jahrzehnten (Asienkrise 1997, 9/11, SARS oder die Finanzkrise im Jahr 2008) immer rasch erholt. Der große Unterschied bei COVID-19 zu den vergangenen Schockereignissen liegt in der lokalen Krisenbewältigung der Staaten und damit verbunden dem Stillstand des globalen Waren- und Reiseaufkommens. Die Dauer und Intensität der Krise wird davon abhängig sein, wie schnell eine internationale Zusammenarbeit in der Krisenbewältigung erreicht werden kann.

Auch wenn FACC aufgrund vorausschauender Planungen in den letzten Wochen keine Materialversorgungsprobleme hatte und die Fertigung auf hohem Niveau ausgelastet war, ist eine langfristige Planbarkeit derzeit stark eingeschränkt. Eine Anpassung der Kapazitäten wurde bereits für das Q2 vorgenommen, von April bis Juni befinden sich die österreichischen Standorte in Kurzarbeit. Auch an den internationalen Standorten wurden je nach Möglichkeit umfassende Maßnahmen gesetzt. Die FACC Entwicklungs- und Innovationsprojekte laufen in vollem Umfang weiter.

Zudem wurde ein zusätzliches Corona-Sparprogramm über 15 Mio. Euro definiert und befindet sich in Umsetzung. FACC verfügt über eine hohe Eigenkapitalquote und Liquidität. Darüber hinaus schlagen das Management und der Aufsichtsrat der Hauptversammlung 2020 vor, keine Dividende für das Geschäftsjahr 2019 auszuschütten, um das verfügbare Eigenkapital weiter zu festigen.

Für FACC als Technologiepartner der Aerospace-Industrie sind funktionierende globale Märkte unumgänglich und lebensnotwendig. Neben nationalen Unterstützungsleistungen für die Wirtschaft, wie den österreichischen CORONA-Hilfspaketen, braucht es eine bessere internationale Koordinierung als derzeit. Nur schnelle, effiziente und abgestimmte Lösungen in Europa und darüber hinaus helfen globalisierten Branchen. Zur Belebung der Industrie, der Ankurbelung des Konsums und der Servicebedarfe auf europäischer und internationaler Ebene sind gemeinsame Lösungen essentiell. „Ziel muss es sein, die Industrie weltweit rasch wieder zum Laufen zu bringen. Nur so entsteht für exportorientierte Unternehmen eine nachhaltige Nachfrage, die eine wirtschaftliche Auslastung der Betriebsstätten und die Sicherung der Arbeitsplätze und des Standorts ermöglicht.“, so Robert Machtlinger abschließend.

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Titelfoto: FACC startet mit starkem Q1 in ein herausforderndes Geschäftsjahr 2020.
Fotorechte: © FACC/Gortana