(v.l.) DI Peter Umundum, Vorstand Paket & Logistik, Österreichische Post, Dr. Margarete Schramböck, Bundesministerin für Digitalisierung und Wirtschaftsstandort, Mag. Judith Schwentner, Umweltstadträtin Stadt Graz und Hermann Schützenhöfer, Landeshauptmann Steiermark. / Copyright: Post

„Grünes Graz“ – Emissionsfreie Zustellung in Österreichs zweitgrößte Stadt

Post stellt in Graz alle Sendungen Co2-frei zu – bis 2030 in ganz Österreich

Seit über zehn Jahren stellt die Post alle Sendungen in Österreich CO2-neutral zu. Das nächste große Ziel ist die emissionsfreie Zustellung bis 2030. Bis dahin werden bei der Post auf der letzten Meile ausschließlich E-Fahrzeuge oder Fahrzeuge mit alternativen Antrieben im Einsatz sein. In Graz hat die Post dieses Ziel schon heuer erreicht. Seit Oktober werden in der steirischen Landeshauptstadt alle Briefe, Pakete, Printmedien und die gesamte Werbepost emissionsfrei zugestellt. Damit ist der gesamte Grazer Fuhrpark der Post elektrisch – und damit CO2-frei – angetrieben. Jährlich sind das ganze 1,2 Millionen Kilometer, die die Post ab jetzt emissionsfrei absolviert.

Anlässlich der finalen Umsetzung des Projektes lädt die Österreichische Post von Freitag, den 5. November, bis Sonntag, den 7. November, Interessierte auf den Grazer Hauptplatz, um die E-Fahrzeuge zu besichtigen sowie sich über die weiteren Nachhaltigkeitsmaßnahmen der Post zu informieren.

„Nachhaltigkeit ist fest in der Unternehmensstrategie der Österreichischen Post verankert. Schon seit 2011 stellen wir alle Sendungen in Österreich CO2-neutral zu, bis 2030 wollen wir sogar völlig emissionsfrei werden. Graz ist hier unser Vorzeigeprojekt, bei dem wir die CO2-freie Zustellung bereits jetzt realisiert haben – dank Umstellung auf einen kompletten E-Fuhrpark inklusive intelligentem Lademanagement“, erklärt DI Peter Umundum, Vorstand für Paket & Logistik, Österreichische Post AG.

„Die Österreichische Post ist im Bereich Nachhaltigkeit bereits seit vielen Jahren Vorreiterin, indem sie schon frühzeitig auf CO2-neutrale Zustellungen gesetzt hat. Nun geht sie einen Schritt weiter. Dazu gratuliere ich herzlich. Für mich ist wichtig, dass wir auch in Zukunft Klimaschutz, der niemanden zurücklässt, fördern. Das werden wir nur schaffen, wenn wir auf Technologie und Innovation setzen und die österreichische Wirtschaft bei der Transformation unterstützen. Die Investitionsprämie ist ein gutes Beispiel dafür.

Unternehmen, die in Nachhaltigkeit oder Digitalisierung investieren, werden mit einem Zuschuss von 14 Prozent gefördert. Damit setzen wir gezielt Impulse in die richtige Richtung“, so Wirtschafts- und Digitalministerin Dr. Margarete Schramböck anlässlich des Go-lives der grünen Zustellung in Graz.

Auch der steirische Landeshauptmann Hermann Schützenhöfer betont die Wichtigkeit des Projekts: „Wissenschaft und Wirtschaft haben in der Steiermark einen besonders hohen Stellenwert. Nicht zuletzt deswegen sind wir das Forschungsland Nummer Eins. Mit dem Projekt ‚Grünes Graz‘ der Österreichischen Post nimmt die steirische Landeshauptstadt eine Vorreiterrolle ein und ist die erste Stadt Österreichs, in der Postsendungen vollkommen emissionsfrei zugestellt werden. Um auch künftigen Generationen eine grüne und nachhaltige Steiermark hinterlassen zu können, müssen wir weiterhin an zukunftsorientierten Maßnahmen arbeiten, um wichtige Impulse im Klima- und Umweltschutz setzen zu können.“

Die Umsetzung des Projekts erfolgte in guter Zusammenarbeit mit der Stadt Graz. Die Grazer Umweltstadträtin Mag. Judith Schwentner erklärt: „Die Pandemie hat gezeigt, wie unverzichtbar die Österreichische Post und ihre Mitarbeiter*innen für uns alle sind. Dass ein so großer und für unsere Grundversorgung wichtiger Betrieb darüber hinaus auch im Klimaschutz Pionierarbeit leistet, zeigt, was alles möglich ist. Graz war schon früh Modellregion für E-Mobilität und wir fördern seit vielen Jahren erfolgreich die Umstellung gewerblicher Flotten auf alternative Antriebe. Es freut mich als Umweltstadträtin umso mehr, dass die Post-Flotte ab sofort ausschließlich elektrisch und somit emissionsfrei unterwegs ist und damit eine grüne Vorreiterinnenrolle für ganz Österreich übernimmt.“

Über 200 e-Fahrzeuge im Einsatz
Die Zustellung für die Murmetropole erfolgt über eine Zustellbasis am Grazer Hauptbahnhof sowie direkt vom Logistikzentrum Steiermark in Kalsdorf. In Einsatz sind dafür über 200 E-Fahrzeuge, die nun alle CO2-frei mit grünem Strom angetrieben werden. Bereits im September 2020 wurde die Zustellbasis Graz Bahnhof dazu mit 65 E-Autos,15 E-Mopeds, 52 E-Bikes und entsprechender Ladeinfrastruktur ausgestattet. Im September 2021 folgte die zweite Etappe: Die Zustellbasis in Kalsdorf erhielt 70 E-Fahrzeuge – erstmals auch große E-Transporter für die Paketzustellung – samt nötiger Ladeinfrastruktur. Eine neue, smarte Software steuert die Leistung der Ladestationen und sorgt dafür, dass alle E-Autos am nächsten Morgen wieder vollständig geladen sind.

Verkehrsentlastung durch „City Hub“
Im Zuge des Projekts „Grünes Graz“ wurde vergangenes Jahr zusätzlich ein Projekt mit einem zentralen City Hub am Andreas-Hofer-Platz eingerichtet. Ein System, das einen Schritt weiterdenkt: Dank des City Hubs müssen die Paketzusteller*innen nicht mehr zwischen dem Logistikzentrum Steiermark in Kalsdorf und der Stadt Graz hin- und zurückfahren, sondern starten und beenden ihren Arbeitstag in der Grazer Innenstadt. Damit verzichtet die Post nicht nur generell auf CO2- und Lärmemissionen, sondern reduziert zudem unnötige Leerfahrten, optimiert die Zustelltouren und entlastet somit den städtischen Verkehr im Gesamten. Nach dem Test mit verschiedenen Paketzustell-Fahrzeugen ist der City Hub für die innerstädtische Paketzustellung nun dauerhaft im Einsatz. Beliefert wird von dort aus mit einem deichselgeführten E-Hubwagen, der zu Fuß bedient wird.

Intelligentes Lademanagement für den E-Fuhrpark der Post
Essenzieller Bestandteil des Projekts „Grünes Graz“ war die Installation der geeigneten Ladeinfrastruktur. Im September 2020 wurden in der Zustellbasis am Grazer Hauptbahnhof 65 E-Ladestationen in Betrieb genommen, welche über ein intelligentes Lademanagement verfügen. 11 davon sind Schnellladestationen mit je 22 Kilowatt (kW). Diese erlauben auch eine „Betankung“ der Fahrzeuge während des Beladens in der Früh. Die Ladestationen sind integriert in ein Lade- und Lastmanagement, wobei eine intelligente Software die Beladung der Batterien so steuert, dass alle Fahrzeuge verbrauchsoptimal geladen werden. Diese modernen Ladeparks ermöglichen nicht nur das gleichzeitige Laden einer größeren Anzahl an E-Fahrzeugen, sondern sie können auch ohne wesentliche Umbauarbeiten der Elektroinstallationen eines Standorts integriert werden. Die Grazer Zustellbasis betreibt damit nicht nur den größten Ladepark mit smarter Ladesoftware in Österreich, sondern zählt auch im europäischen Vergleich zu den Spitzenreiter*innen. Im Logistikzentrum in Kalsdorf wurden im September 2021 weitere 70 Ladestationen (davon 22 Schnelllader) installiert, wodurch nun die gesamte E-Flotte für das Grazer Zustellgebiet auf Strom umgestellt werden konnte.

Zum Einsatz kommt dabei ausschließlich grüner Strom aus Österreich: Bereits heute besitzt die Österreichische Post sechs Photovoltaikanlagen auf den Dächern ihrer Logistikzentren, die gesamt eine Leistung von rund 2.600 Kilowatt peak (kWp) erbringen, weitere knapp 900 kWp sind gerade in Umsetzung, 1.200 zusätzliche kWp in Planung. Damit soll langfristig eine Verdopplung auf insgesamt rund 5.000 kWp erreicht werden, mit denen auch teilweise die Sortiermaschinen in den Logistikzentren sowie die gesamte E-Flotte mit grünem Sonnenstrom „betankt“ werden soll.

Link zum Unternehmensprofil von der österreichischen Post: hier

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