In Nischentechnologien haben Familienkonzerne die Nase vorn

Weniger kurzfristiger Erfolgsdruck begünstigt grundlegende Innovationen

  • Gewinne werden in höherem Maße reinvestiert als bei börsennotierten Unternehmen
  • Die nachhaltige Verankerung der unternehmerischen Vision des Gründers ist entscheidend

Finanzstarke, investorengetriebene Unternehmen geben in milliardenschweren Technologiemärkten den Ton an, doch in technologisch anspruchsvollen Nischenmärkten sind Familienunternehmen meist einen Schritt voraus. Auf diese kurze Formel lässt sich eine hochkarätige Podiumsdiskussion der Exzellenzplattform „Leitbetriebe Austria“ bei Richter Pharma in Wels bringen, bei der mit Richter Pharma, HOERBIGER, Leitz und SEW Eurodrive vier Familienunternehmen vertreten waren, die seit Jahrzehnten in kleinen, aber hochprofitablen Märkten erfolgreich sind. „Dort, wo nicht die Größe der entscheidende Erfolgsfaktor ist, sondern vor allem die konsequente Ausrichtung auf Innovationsziele, die Perfektionierung von Produktionsprozessen und langfristige Kundenbeziehungen zählen, können Familienunternehmen ihre Stärken voll ausspielen“, stellt Monica Rintersbacher, Moderatorin und Geschäftsführerin der Leitbetriebe Austria, fest. „Das ist auch eine große Chance für die österreichische Industrie, in der Familienunternehmen noch immer dominieren.“

„Es gibt große Chancen, aber wir müssen diese Chancen nutzen und dürfen uns nicht auf vergangenen Erfolgen ausruhen“, betont Roland Huemer, CEO des Gastgebers Richter Pharma. „Unser Unternehmen hat eine jahrhundertelange Geschichte, aber zwei von vier Geschäftsbereichen sind noch nicht einmal 20 Jahre alt und für unsere nachhaltige Wettbewerbsfähigkeit unerlässlich. Wir haben unser vorhandenes Know-how genutzt, um den Produktionsbereich und eine hochspezialisierte Pharmalogistik aufzubauen. Nur an alten Stärken festzuhalten, hätte auf Dauer nicht ausgereicht.“

YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden

teilen