Julia Komarek, Projektleiterin der Wiener Linien / copyright: Wiener Linien

Nächste Etappe für nachhaltigen Packerltransport

Konkrete Entwicklung startet mit Forschungsprojekt „Öffi-Packerl“
Die Anzahl an bestellten Paketen steigt und steigt: 113 Millionen Packerl haben die Wiener*innen im Jahr 2021 bestellt. Um den dazugehörigen Lieferverkehr und Stau in der Stadt zu reduzieren, sind innovative Projekte gefragt. So könnten etwa Fahrgäste der Wiener Linien Pakete in der Bim mitnehmen. Eine im vergangenen Jahr von Fraunhofer Austria und den Wiener Linien durchgeführte Machbarkeitsstudie zeigte bereits eine große Bereitschaft der Fahrgäste, Packerl abzuholen und in der Straßenbahn mitzunehmen. Nun startet im Rahmen des Folgeprojekts „Öffi-Packerl“ unter der Leitung von Fraunhofer Austria die konkrete Entwicklung.

„Innovation und Nachhaltigkeit gehen bei den Wiener Linien Hand in Hand. Genau hier setzt das neue Forschungsprojekt ‚Öffi-Packerl‘ an. Die Ergebnisse der Machbarkeitsstudie haben gezeigt, wie groß das Interesse an klimafreundlicher Paketzustellung bei unseren Fahrgästen ist. Jetzt gilt es die Rahmenbedingungen abzustecken und gemeinsam mit den Forschungspartnern auszuloten, was möglich ist. Als Wiener Linien blicken wir sehr gespannt auf die nächsten Schritte des Projekts“, sagt Alexandra Reinagl, Geschäftsführerin der Wiener Linien.

Erste Testlieferungen ab 2024
Damit der Pakettransport in der Straßenbahn in die Testphase gehen kann, ist nun einiges an Entwicklungsarbeit zu leisten. Das packen die unterschiedlichen Projektpartner gemeinsam an: In einem ersten Schritt werden etwa die Fahrgastströme analysiert, um geeignete Straßenbahnlinien und die idealen Positionen der Paketstationen zu identifizieren. Außerdem startet die Entwicklung der notwendigen App und der Paketstationen, die dank Solarenergie auch ohne Stromanschluss funktionieren sollen. Mit ersten Testlieferungen im Forschungsprojekt ist ab 2024 zu rechnen.

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