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Packaging: Von der Umweltsünde zum wichtigsten Beitrag für verbesserte Nachhaltigkeit

Reduktion der Materialmenge, recyclingfähige Stoffe, Wiederverwertung und Mehrfachnutzung können Ökobilanz massiv verbessern

Innovative Lösungen für die Verpackung von Produkten können den vielleicht wichtigsten Einzelbeitrag auf dem Weg zu einer nachhaltig(er)en Wirtschaft leisten – ganz einfach deswegen, weil Verpackung für praktisch alle produzierenden und mit materiellen Produkten handelnden Unternehmen relevant ist. „Am Ende des Tages gibt es keine nachhaltige Wirtschaft ohne nachhaltige Verpackungslösungen“, betonte Leitbetriebe Austria-Geschäftsführerin Monica Rintersbacher im Rahmen des Fokus-Gesprächs „Packaging – die Dos and Don’ts“, das in Zusammenarbeit mit MediaShop dieser Tage in Neunkirchen stattfand. „Zahlreiche österreichische Leitbetriebe entwickeln hier vorbildliche Strategien, die eigentlich zum Standard eines nachhaltig erfolgreichen Wirtschaftsstandorts werden sollten.“

Für Dieter Schneider, Geschäftsführer Schneider Holding, ist die ökologische Optimierung der Verpackung ein unverzichtbarer Teil eines umfassenden Nachhaltigkeitsmanagements: „Nachhaltigkeit ist eine Querschnittsmaterie, die nicht einem Nachhaltigkeitsbeauftragten zugeordnet werden kann, sondern es muss sich jede Abteilung, im Optimalfall sogar jeder Mitarbeiter damit beschäftigen, um wirklich alle Potenziale zu nützen. Aufgabe der Geschäftsführung ist es dann, die Umsetzung auch gegen Widerstände und vermeintliche Sachzwänge durchzusetzen.“

Im Bereich Verpackung hat MediaShop mit der Firma Circular Analytics externe Expertise eingeholt, um einen nachhaltigen Wissenstransfer zu initiieren, ergänzt Ina Bauer, Executive Board Member: „Wir haben unsere Verpackungen einem Check unterzogen und eine 9 Punkte Kriterienliste etabliert, anhand derer wir sämtliche Verpackungen prüfen, von den Verpackungsgrößen bis zu den Materialien. So wurden substanzielle Änderungen möglich, die wirtschaftlich vertretbar und ökologisch vorbildlich sind.“

In umweltfreundlichen Verpackungs-Lösungen sieht Ulrike Rabmer-Koller, Unternehmerin und Leiterin der Unit „Nachhaltigkeit“ von Leitbetriebe Austria, eine große Chance für Unternehmen: „Das Umweltbewusstsein in unserer Gesellschaft steigt stetig an und der Ruf nach nachhaltigen Alternativen zu herkömmlichen Verpackungen wird lauter. Durch Verpackungen fällt viel Müll an – gleichzeitig sind aber Verpackungen unerlässlicher Bestandteil von Produkten. Deshalb gilt es einerseits Verpackungen zu reduzieren bzw. auf grüne Mehrweglösungen und recyclefähige Materialien umzusteigen. Hier sind innovative Rohstoffe und Ideen gefragt. Verpackungen zu optimieren und nachhaltiger zu machen, schont dabei nicht nur wertvolle Ressourcen, sondern bringt auch langfristig eine Reduzierung der Kosten. Zusätzlich wird auch der CO2 Ausstoß verringert – ein wichtiger Schritt für eine nachhaltigere Zukunft. MediaShop geht hier mit gutem Beispiel voran. “

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