Die FHE Gastro Gruppe stellt Weichen für die Zukunft mit Geschäftsführer Wolfgang Isenberg (l.) und Geschäftsführer Marco Trupp (r.). © FHE Gastro,

FHE: Wenn Erfahrung geht und Zukunft kommt – Was zeitgemäße Führung wirklich bedeutet

Unternehmen, die nur für ihre Kunden exzellente Bedingungen schaffen wollen, aber nicht für ihre eigenen Teams, betreiben Selbsttäuschung. Über die Frage, was Führung in einer sich verändernden Arbeitswelt leisten muss.

Es gibt einen Moment in der Geschichte vieler Unternehmen, der selten im Jahresbericht erscheint: der Tag, an dem jemand geht, der seit zwölf Jahren die Hälfte des impliziten Wissens im Kopf trägt. Das ist einfach ein Lebensabschnitt, der endet. Und plötzlich wird sichtbar, wie viel von dem, was ein Betrieb kann, nicht in Handbüchern steht, sondern in Menschen lebt.

Für FHE, mit rund 180 Mitarbeitenden und einer durchschnittlichen Betriebszugehörigkeit von 9 Jahren, ist das keine abstrakte Frage. Es ist die konkrete Herausforderung der nächsten Jahre und eine, die wir bewusst annehmen.

Kultur lässt sich nicht beschließen
John Kotter hat es klar formuliert: Kultur folgt Struktur. Nicht umgekehrt. Wer Unternehmenskultur verändern will, indem er neue Werte auf Plakaten aufhängt, wird scheitern. Wer sie verändert, indem er die Bedingungen verändert, unter denen Menschen täglich arbeiten, hat eine Chance.

Für uns bedeutet das: Der Anspruch, Freiräume für Exzellenz zu schaffen, hört nicht beim Kunden auf. Er beginnt intern. Ein Betrieb, der seinen Gastronomiepartnern ermöglicht, auf höchstem Niveau zu arbeiten, muss denselben Maßstab an die eigenen Arbeitsbedingungen anlegen. Räume, in denen Handwerk gut ausgeführt werden kann. Prozesse, die entlasten statt bremsen. Führung, die Entwicklung ermöglicht statt nur Auslastung verwaltet.

Das ist kein Idealismus. Es ist Voraussetzung. Wer gute Arbeit von anderen erwartet, muss die Bedingungen dafür schaffen.

Was das für die Praxis bedeutet
Demografiewandel, Nachfolge, neue Teamdynamiken, neue Erwartungen an Arbeit — all das ist real. Aber es ist kein Schicksalsschlag. Es ist Material, mit dem Führung arbeitet.

Die Unternehmen, die in zehn Jahren noch leistungsfähig sind, werden nicht jene sein, die alles beim Alten gelassen haben. Sie werden auch nicht jene sein, die jedem Managementtrend hinterhergejagt sind. Es werden jene sein, die früh verstanden haben, dass Führung ein System ist. Ein System, das gestaltet werden muss, bevor der Druck es erzwingt. Wir setzen auf innovative Technologien für Menschen und nachhaltiges Wachstum. Unser Ziel ist nicht nur wirtschaftlicher Erfolg, sondern auch die Weiterentwicklung der Mitarbeitenden zu Mitunternehmern.

Unser Antrieb ist die Offenheit für zukunftsweisende Technologien, die den Menschen in den Mittelpunkt stellen. Nachhaltiges Wachstum bildet dabei unser Fundament. Es geht uns nicht darum, vorrangig den wirtschaftlichen Erfolg zu maximieren, sondern die Bedingungen so zu gestalten, dass unsere Mitarbeitenden sich zu aktiven Mitgestalter:innen des Unternehmens entwickeln können. Bei FHE arbeiten wir seit 1988 daran, für unsere Kunden genau diese Bedingungen zu schaffen: Strukturen, die im Betrieb tragen. Partner, die mitdenken. Lösungen, die nicht beim Projektabschluss enden. Denselben Anspruch stellen wir an uns selbst.

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