Kellner & Kunz zeigt im Forschungslabor an der FH Kapfenberg wie digitales C-Teile Management geht

Wels/Kapfenberg, 22. November, Lernen, verstehen und vernetzen stehen im Mittelpunkt des Smart Production Lab an der FH Kapfenberg, das im März dieses Jahres eröffnet wurde. Der international tätige C-Teile Spezialist Kellner & Kunz aus Wels ist seit Anfang an als Partner dabei. Geht es um digitalisierte Bestell- Lager- und Lieferprozesse, so nimmt das Unternehmen eine führende Rolle im C-Teile Management ein. Am 21. November lud Kellner & Kunz Vertreter aus Industrie und Handwerk in das Forschungslabor „Smart Production Lab“ ein. Die Gäste konnten sich davon überzeugen, wie digitale Bestellvorgänge, eingebettet in vor- und nachgelagerte Prozesse, in der digitalen Praxis funktionieren.

Rund 130 Gäste folgten der Einladung von Kellner & Kunz in das moderne Forschungslabor an der FH Kapfenberg, wo das Lernen und die Digitalisierung heimischer Betriebe im Mittelpunkt stehen. Das C-Teile Management bildet mit seinen integrierten RFID-Systemen und den innovativen Werkzeug-Ausgabeautomaten einen Teil der digitalen Produktion ab. Industrieunternehmen und immer mehr Handwerksbetriebe setzen auf ein intelligentes C-Teile Management, das in Echtzeit abläuft und das in andere automatisierte Produktionsprozesse integriert ist. Christian Köckinger, Supply Chain Management Einkauf ÖBB meint: „C-Teile Management ist ein Tool, das uns dabei hilft, mit möglichst niedrigen Gesamtkosten Material zu beschaffen. Im Fokus stehen dabei die Prozesskosten, dabei spielt die Optimierung der Supply Chain eine wesentliche Rolle. Bei der ÖBB Technische Services ist, aufgrund der Vielfalt der verschiedenen C-Teile, der gesamte Beschaffungsprozess äußerst umfangreich. Mithilfe von CTM können wir diesen Aufwand erheblich reduzieren was sich sowohl in der Verfügbarkeit als auch in den Kosten positiv niederschlägt. Es ist ein Baustein um unseren Kunden überzeugende Leistungen zu bieten.“

Walter Bostelmann, Vorstand der Kellner & Kunz AG: „Wir sind seit vielen Jahren der digitalen Fabrik und den damit verbundenen Beschaffungsprozessen auf der Spur. Ein digitales C-Teile Management ist ein Garant für einen reibungslosen Produktionsprozess. Zahlreiche Industrieunternehmen nutzen diese Systeme bereits und schärfen dadurch ihre Produktion, zeit- und ortsunabhängig. Besonders erfreulich ist, dass immer mehr Handwerker die Vorteile einer digitalen C-Teile Bewirtschaftung auch für ihr Unternehmen entdecken.“ Kellner & Kunz entwickelte verschiedene RFID-Systeme, die vollautomatisiert funktionieren. Softwaregestützte Bestellsysteme wie RECA RFID iShelf oder RECA RFID iBin optimieren die Beschaffung und Lagerung der C-Teile. Praktisch in Echtzeit erkennt das System den Bedarf im Industrieunternehmen oder im Handwerksbetrieb und löst einen Bestellvorgang aus. Die Lieferung erfolgt unmittelbar von der Zentrale in Wels/Oberösterreich aus.

Kajetan Bergles, Service Development Manager, Knapp AG: “Ich bin im Unternehmen für den Bereich Kundenservice zuständig und kümmere mich um das Thema Brand Management. Von unseren ca. 4.000 Mitarbeitern arbeiten rund 780 im internationalen Customer Service. Wir befinden uns auf dem Weg vom traditionellen Maschinenbauer zur innovativen Dienstleistungsorganisation. Das heißt, nicht nur die Produktion und der einmalige Verkauf unserer Logistikanlagen, sondern der permanente After Sales Service stehen bei uns im Fokus. Mit Kellner & Kunz pflegen wir seit vielen Jahren eine enge Partnerschaft. Gemeinsam finden wir Lösungen, wie wir unser C-Teile Management effektiver und digitalisierter gestalten können“. Kajetan Bergles, der auch Vorstandmitglied im Styrian Service Cluster ist, weiter: „Mit der Einführung der RECA iSTORAGE Automaten haben wir auf eine moderne Verwaltung unserer Werkzeuge und Verbrauchsmaterialien, die automatisiert läuft, umgestellt. Auch unsere Büromaterialverwaltung ist an Kellner & Kunz ausgelagert.“

Kellner & Kunz investiert 40 Millionen in den Standort Wels
Der Kellner & Kunz Standdort in Wels wird auf 40.000 Quadratmeter Fläche wachsen, vor zehn Jahren war er noch um ein Viertel kleiner. Das beständige Wirtschaftswachstum führte zu einem weitreichenderen Lageraufwand und einer verstärkten Lieferbewegungen. Der Zubau wird 2019 mit 200.000 zusätzlichen Behälterplätzen im Kleinteilelager und 15.000 Palettenplätzen im Hochregallager in den Teilbetrieb gehen. 2020 soll der Vollbetrieb erfolgen.

Durchgängig zweistelliges Wachstum
Mittlerweile wird ganz Europa von Wels aus beliefert. 61.000 Gewerbe- und Industriekunden in Österreich und die elf Töchterunternehmen in Süd- und Osteuropa erhalten ihre Waren vom Welser C-Teile Spezialisten. Täglich verlassen mehr als 2.800 Lieferungen das zentrale Logistiklager. Das Unternehmen zählt 1.235 Beschäftigte und wies zuletzt einen Gruppenumsatz von 244,5 Millionen Euro aus, das bedeutet ein Wachstum von nahezu 17 Prozent. In Österreich legte Kellner & Kunz zuletzt um elf Prozent zu, der Umsatz lag bei knapp 176 Millionen Euro. Bemerkenswert ist die Steigerung der Auslandstöchter, die alle zweistellig zulegten und noch schneller als die Mutter wachsen. Im Vorjahr wurde zudem das spanische Unternehmen WALTER MARTÍNEZ übernommen.

Titelfoto v.l.n.r.: Günther Altenburger (Prokurist – Kellner & Kunz AG), Landtagsabgeordneter Fritz Reisinger, Walter Bostelmann (Vorstand Kellner & Kunz AG), Christoph Scharinger (Leitung Vertrieb Handwerk)

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