ÖBB: Die ÖBB Infrastruktur und Nationalpark Donau-Auen setzen ein Zeichen für die Artenvielfalt – Vogelschutz entlang der S7

Als Partner im transnationalen Projekt LIFE Danube Free Sky setzen sich die ÖBB gemeinsam mit dem Nationalpark Donau-Auen für den Vogelschutz entlang der Donau ein und macht die S7 südlich des Nationalparks vogelsicher.

Die ÖBB sind das größte Klimaschutzunternehmen Österreichs und Vorreiter, wenn es um das Thema Artenschutz geht. In Österreich arbeiten im Rahmen des EU-Projekts LIFE Danube Free Sky, der Nationalpark Donau-Auen und die ÖBB-Infrastruktur AG eng zusammen, um auch die Eisenbahnstrecke S7 südlich des Nationalparks von Wien nach Wolfsthal, vogelsicher zu machen.

Einsatz für den Vogelschutz in Österreich
Die Mastspitzen der Oberleitungsmasten von Eisenbahnen werden von Großvögeln gerne als Ansitzwarten genutzt. Daher wurden im gesamten ÖBB Streckennetz bisher bereits über 20.000 speziell entwickelte Isolationskappen installiert. An einigen wenigen Stellen, wo es die Situation erfordert wurden auch Sichtscheiben in die Leitungsseile der Oberleitung gehängt, damit die Vögel das Hindernis rechtzeitig wahrnehmen können. Des Weiteren stattet die ÖBB Infrastruktur ihre großen Glasflächen mit Vogelschutzmarkierungen aus – bei Aus- und Neubauten ist das Standard.

Die S7 wird vogelsicher
Vorreiter: Im Sommer 2019 wurden bereits alle relevanten Glasscheiben an den Bahnhöfen und Haltestellen der S7 zwischen Wien und Wolfsthal mit Vogelschutzmarkierungen nachgerüstet. Nun folgen die Vogelschutzkappen auf den Oberleitungsmasten, um die Oberleitungen für die zum Teil stark gefährdeten Wildvögel, vogelsicher zu machen. Sukzessive wird die 32 km lange Schnellbahn-Strecke mit Isolationskappen aufgerüstet. Thomas Schuh, Projektleiter bei der ÖBB-Infrastruktur AG: „Die ÖBB nimmt hier eine Vorreiterrolle in Sachen Umweltschutz ein. Europaweit gibt es bisher wenig Erfahrung mit derartigen Vogelschutzmaßnahmen. Die gewonnenen Erfahrungen werden im Rahmen dieses Projektes mit den anderen Donauländern ausgetauscht“. Die Strecke gilt laut Studie der Vogelschutzorganisation BirdLife Österreich als eine mit dem größten Risiko für seltene Großvögel wie Uhu, Seeadler, Kaiseradler oder Rot- und Schwarzmilan. „Die gemeinsam mit den ÖBB umgesetzten Maßnahmen sind ein wichtiger Beitrag zum Erhalt dieser Artenvielfalt“, erklärt Direktorin des Nationalpark Donau-Auen Edith Klauser, Initiatorin des Projekts LIFE Danube Free Sky.

Ein Vogelschutz-Projekt, dass nicht an Ländergrenzen endet
Dieses Projekt an der Donau ist ein einzigartiges Beispiel für eine transnationale Zusammenarbeit entlang eines der wichtigsten Zugkorridore, Rastplätze und Überwinterungsgebiete für viele Vogelarten in Europa. Während der fünf-jährigen Projektlaufzeit arbeiten 15 Partner aus sieben Ländern eng zusammen um Schutzmaßnahmen für Vögel an Stromleitungen zu entwickeln und umzusetzen. Alle Informationen zu dem EU-Projekt: www.danubefreesky.eu

www.öbb.at

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