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ÖBB sind gut auf Maskenpflicht vorbereitet

  • Umfassende Kundeninformation wird das sichere und schrittweise Hochfahren des öffentlichen Lebens unterstützen

Ab Dienstag den 14. April gilt die Maskenpflicht auch in allen öffentlichen Verkehrsmitteln. Die ÖBB werden das Tragen von Mund- und Nasenschutz zum Schutz der Fahrgäste und der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aktiv unterstützen. Dabei setzen die ÖBB vor allem auf das Prinzip der Eigenverantwortung, wie es auch die Bundesregierung vorsieht. „Wir bitten unsere Fahrgäste einen eigenen Mund- Nasenschutz mitzunehmen und in unseren Zügen und Bussen zu tragen. Nur so kann sichergestellt werden, dass die behördlichen Auflagen erfüllt werden. Auch Schals, Tücher oder ähnliche Schutzvorkehrungen gehen in Ordnung“, so ÖBB Kommunikationsleiter Sven Pusswald.

Umfassende Information auf allen Kanälen
Um alle Fahrgäste zeitgerecht über die neuen Regelungen zu informieren starten die ÖBB eine Informationskampagne. Mit Durchsagen, Hinweisen auf den ÖBB-eigenen Info- und Werbescreens, Kommunikation über Social Media und durch ÖBB Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, werden Fahrgäste sensibilisiert und auf die neuen Gegebenheiten aufmerksam gemacht.

„Unsere Bahnhöfe, Züge und Busse sind die wichtigsten Stützen des öffentlichen Verkehrs in Österreich. Es ist ein offenes und sicheres System, das vor allem dann gut funktioniert, wenn alle zusammenhalten und sich fair verhalten“, so der Konzernsprecher. Es braucht jedenfalls die Eigenverantwortung unserer Fahrgäste, die Kontrolle der Einhaltung obliegt den Behörden und nicht den ÖBB.

Verstärkte Zugfolge in den Hauptverkehrszeiten
Mit dem teilweisen Hochfahren des Handels ab dem 14. April wird es trotz der nach wie vor gültigen Ausgangsbeschränkungen vereinzelt zu höheren Fahrgastaufkommen kommen. Die ÖBB werden sich daher bemühen zu den Hauptverkehrszeiten wie bisher Verstärkerzüge zu fahren. Auch in diesem Zusammenhang ist es wichtig, dass unsere Fahrgäste mit uns zusammenarbeiten, so Pusswald. Das betrifft insbesondere das Aus- und Einsteigen, um ein etwaiges Gedränge an den Einstiegstüren zu vermeiden und einen geregelten und pünktlichen Zugverkehr sicherzustellen. „Hier helfen ganz einfache Regeln, wie beispielsweise dass nicht alle Fahrgäste den ersten oder den letzten Zugeinstieg nutzen, sondern sich über den ganzen Bahnsteig verteilen“, so Pusswald. „Auch über solche Maßnahmen die jede und jeder leicht umsetzen kann, werden wir aufmerksam machen und breit informieren“. Die Maskenpflicht hilft jedenfalls dabei, auch in den Stoßzeiten in der Früh- und am Abend das Sicherheitsbewusstsein zu schärfen und auf die Hygienestandards acht zu geben.

Umstellung auf Regelfahrplan wird evaluiert und hängt vom Fahrgastaufkommen ab
Die ÖBB führen den derzeitigen Sonntagsfahrplan mit Verstärkerzügen in der Früh und am Abend bis Ende April weiter fort, da auch die Ausgangsbeschränkungen bis Ende April aufrecht sind und eingehalten werden sollen. Vor diesem Hintergrund verlängern die ÖBB auch die bestehende Telearbeitsregelung im Konzern bis 30. April.

Mit einem verstärkten Pendlerverkehr und Fahrgastkommen rechnen die ÖBB für den Tag nach der Beendigung der Ausgangsbeschränkungen und für den Schulstart. Gerade für den ÖBB Postbus sind die regelmäßigen Schülerverkehre das Grundgerüst des Nahverkehrs in der ländlichen Region. „Wir erarbeiten derzeit im ÖBB-Krisenstab unterschiedliche Szenarien und sind in enger Abstimmung mit den leistungsbestellenden Verkehrsverbünden und den Einsatzstäben der verantwortlichen Behörden“, so Pusswald. Man muss insbesondere beobachten, wie sich das Fahrgastaufkommen in den kommenden Tagen und Wochen tatsächlich entwickeln wird, es braucht jedenfalls einige Tage um den komplexen Fahrplan in Österreich wieder auf den Normalbetrieb umzustellen. Einschränkungen im Fernverkehr und für internationale Bahnreisen wird es noch für einen längeren Zeitraum geben.

Mund-Nasen-Schutz für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
Die ÖBB statten derzeit ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im operativem Dienst wie beispielsweise Zugbegleiterinnen und Zugbegleiter oder Mitarbeiter an den Personenkassen mit einem Mund- Nasenschutz (sogenannten „Papiermasken“) aus. Der Eisenbahnbetrieb gemäß Verordnung ist somit ab kommender Woche gesichert. Um eine nachhaltige Lösung für die vorgeschriebenen Masken zu finden, planen die ÖBB alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter langfristig mit waschbaren Masken aus Stoff auszustatten. Dadurch soll der logistische Aufwand so gering wie möglich gehalten werden, da die Nachfrage nach Einwegmasken am internationalen Markt ohnehin mehr als angespannt ist und Lieferungen lange Vorlauf- und Bestellzeiten erfordern.

Kleinere Bahnhofsgeschäfte öffnen wieder – Shoppingcenter bleiben geschlossen
Geschäfte unter 400 m² in kleineren Bahnhöfen dürfen auf freiwilliger Basis nun wieder öffnen. Da die Geschäftsflächen an größeren Bahnhöfe, wie zum Beispiel der Wiener Hauptbahnhof, als Shoppingcenter gewidmet sind, bleiben dort nach wie vor ausschließlich Nahversorger wie Lebensmittelgeschäfte, Bäcker oder Trafiken geöffnet. Mit den Mietern der Geschäftsflächen ist man in guten Gesprächen und „wir werden dort Hilfe aktiv leisten, wo Stundungen von Mieten gegebenenfalls erforderlich sind“, so Pusswald.  

Hohes Sicherheitsniveau auf ÖBB-Baustellen
Sicherheit und das Einhalten der Gesundheitsstandards sind für die ÖBB als einer der wesentlichsten Infrastrukturbetreiber von entscheidender Bedeutung. Deswegen haben die ÖBB auf Basis der Sozialpartnereinigung mit den Baufirmen und unter Einbeziehung der Arbeitsmedizin, einen Leitfaden für das richtige Verhalten an ÖBB Baustellen erarbeitet. Dieser beinhaltet unter anderem die getrennte Anreise zur Baustelle (mehrere Fahrzeuge im Einsatz), Maßnahmen in den Arbeitsquartieren (z.B. Einzelzimmer) bis hin zu Adaptierungen von Arbeitsabläufen. Die ÖBB-Infrastruktur unterstützt die Baufirmen bei der Umsetzung der Maßnahmen, um die Sicherheit und Gesundheit der Kolleginnen und Kollegen zu gewährleisten und trotzdem den Baubetrieb aufrecht erhalten zu können. Die Bautätigkeiten des ÖBB Konzerns tragen wesentlich zur heimischen Wertschöpfung bei und „sichern auch in dieser sehr schwierigen Situation wichtige Arbeitsplätze“ so Sven Pusswald abschließend.

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