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Was macht Corona mit dem Handel?

Rund 140 Millionen Euro verliert der österreichische Handel zurzeit täglich. Das hat die Consulting Firma RegioPlan errechnet. Zu den Profiteuren dieser Branche zählen aktuell nur der Lebensmittelhandel und Drogerien, zumindest relativ gesehen. Denn selbst diese haben trotz (weitestgehend) offener Läden Umsatzbußen zu vermelden. Die Krisenstimmung ist einfach Gift für die Konsumneigung der Menschen, nur das unbedingt Notwendige wird jetzt gekauft. Wenn man Krisen-Profiteure im Handel finden will, dann muss man lange suchen. Fündig wird man ganz pauschal gesprochen im Online-Handel. Aber kann das den Verlust aus anderen Vertriebswegen wettmachen?

Kurz gesagt, wer schon länger als weiteren Vertriebsweg auf den Online-Handel setzt, kann die Verluste, die durch die geschlossenen Läden und Shopping-Malls entstehen, zumindest ein wenig ausgleichen. Die Umsatzeinbußen zu 100% aufholen kann der E-Commerce noch nicht. Weder Kunden noch Händler waren darauf eingestellt, dass sich von einem Tag auf den anderen das Einkaufsverhalten ändern muss. Das sehen nicht nur wir bei Cards & Systems, die ganze Branche war auf so ein Szenario nicht vorbereitet. Bereits mehrere Jahre gut laufende Online-Shops explodieren plötzlich. Oft erreichen Webshops nach wenigen Minuten Umsätze wie sonst an einem ganzen Tag. Das betrifft oft Güter des täglichen Bedarfs, je dringender und notwendiger im Alltag, desto größer der Push-Effekt. In den vergangenen Tagen merken wir auch deutliche Umsatzsteigerungen bei Waren, die nicht unbedingt lebensnotwendig sind, sondern einfach ein wenig Freude in unseren #stayathome-Alltag bringen. Dieser nie dagewesene Kundenandrang bringt den E-Commerce allerdings auch an seine Kapazitätsgrenzen. Nein, es ist gar nicht die Technik. Große Webshops sind mittlerweile so ausgerichtet, dass auch sehr viele KundInnen gleichzeitig einkaufen können. Dafür wurden bereits in der Vergangenheit technische Vorkehrungen getroffen. Die großen Probleme treten in der Logistik bzw. im Fullfillment auf. Die für den Versand der Waren verantwortlichen Dienstleister kommen an ihre Kapazitätsgrenzen. Lagerbestände können oft nicht in der Geschwindigkeit der Bestellungen aufgefüllt werden. Auch ist nicht so viel Personal vorhanden, um die Aufträge in der gewohnten Weise abzuarbeiten. Damit kommt es schnell zu Rückständen beim Versand. Mit diesen Problemen haben dieser Tage die meisten großen Anbieter zu kämpfen. Nun müssen die Dienstleister aufgerüstet werden, personell und auch die Prozesse für die Abwicklung enormer Mengen müssen optimiert werden. Wie sehr es gelingt, diesen Kapazitätsausbau in der Krise zu schaffen, wird wohl auch davon abhängen, wie lange der stationäre Handel noch im shut-down ist.

Daneben gibt es aber noch die Händler, die bis jetzt ausschließlich auf den stationären Verkauf gesetzt haben. Sie bekommen die volle Härte der Krise zu spüren. Einige flexible Betriebe haben kurzerhand provisorische Online-Lösungen aufgesetzt und probieren damit das Schlimmste zu verhindern. Noch dazu spüren viele österreichische Betriebe die Konkurrenz der internationalen Online-Riesen. Hier haben es natürlich die Konsumenten in der Hand, die regionalen Anbieter zu unterstützen. Zahlreiche Initiativen rufen bereits dazu auf. Tun wir das nicht, droht eine Insolvenzwelle, wenn die Krise noch lange andauert. Eine besonders erwähnenswerte Initiative die kleine regionale Händler aller Branchen hervorhebt, findet sich hier www.nunukaller.com Auch der Handelsverband (Verlinkung) hat einige Initiativen gestartet, bei denen die Solidarität auch innerhalb der Branche im Vordergrund steht.

Wir von Cards & Systems möchten auch unseren Beitrag leisten und bieten Händlern kostenlose Workshops an, damit sie schnell einen sicheren und funktionalen Webshop implementieren können. Am besten sie wenden sich bei Interesse gleich direkt an mich: E-Mail roman.chromik@cardsys.at

Ich bin sicher, wenn wir alle zusammenhalten, werden wir auch diese Krise gut meistern.

Roman Chromik
CEO