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Wie Brantner dank Recycling innovative industrielle Lösungen entwickelt 

Die Kreislaufwirtschaft steht vor einem grundlegenden Wandel. Während sich der Fokus lange auf das Sammeln und Verwerten von Abfällen konzentrierte, wird künftig vor allem die Frage entscheidend sein, wie bisher ungenutzte Stoffströme wieder als hochwertige Rohstoffe in den Wirtschaftskreislauf zurückgeführt werden können. Innovation wird damit zum zentralen Erfolgsfaktor. Nicht nur auf technischer, sondern auch auf ökonomischer Ebene. 

Brantner green solutions zeigt mit Glasy, welches Potenzial in diesem Ansatz steckt. Die weltweit erste Anlage zur Rückgewinnung von Glas aus den Rückständen der Müllverbrennung macht einen Stoffstrom nutzbar, der bislang als nicht verwertbar galt. Durch ein patentiertes Verfahren wird Glas mit einem Reinheitsgrad von 99,9999 Prozent zurückgewonnen und wieder der Verpackungsglasindustrie zugeführt. Aus einem Material, das zuvor deponiert werden musste, wird so ein hochwertiger Sekundärrohstoff, der sofort wiederverwendet werden kann. Seit November 2025 ist die Anlange in Hohenruppersdorf in Niederösterreich in Betrieb.  

Für Brantner ist Glasy jedoch nicht das Endergebnis, sondern ein Ausgangspunkt. Die Zukunft der Kreislaufwirtschaft wird davon geprägt sein, immer mehr Wertstoffe aus Abfällen zurückzugewinnen. Neue Technologien, Automatisierung und datenbasierte Prozesssteuerung werden dabei eine immer größere Rolle spielen, um Ressourcen effizienter zu nutzen und Rohstoffe möglichst lange im Kreislauf zu halten. 

Brantner hat es sich zum Ziel gemacht, etablierte Wege zu hinterfragen, langfristig in Forschung und Entwicklung zu investieren sowie eine enge Zusammenarbeit zwischen Wirtschaft, Wissenschaft und Politik anzustreben. Besonders letzteres ist wichtig, damit Innovationen künftig schneller den Weg in die Praxis finden. Die technische Umsetzung allein reicht dazu nicht. Innovative Unternehmen benötigen vor allem, die richtigen Rahmenbedingungen: Planbare rechtliche Vorgaben, verlässliche Forschungs- und Innovationsförderung sowie Anreize für den Einsatz von Sekundärrohstoffen sind dabei wesentliche Voraussetzungen. Denn technologische Lösungen entfalten ihre Wirkung erst dann, wenn der Markt ihre Anwendung unterstützt und Kreislaufprodukte auch wirtschaftlich konkurrenzfähig sind. 

Die Transformation zur Kreislaufwirtschaft wird nicht durch einzelne Technologien gelingen, sondern durch das Zusammenspiel aus innovativen Lösungen, Forschung und unternehmerischem Gestaltungswillen. Projekte wie Brantner Glasy beweisen, dass Österreich das Know-how besitzt, sogar weltweit neue Maßstäbe zu setzen. Entscheidend wird nun sein, diesen Innovationsgeist weiter auszubauen und Lösungen zu entwickeln, die nicht nur einzelne Stoffströme schließen, sondern die gesamte Kreislaufwirtschaft auf das nächste Niveau heben. 

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