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4 Gründe, warum Österreich der perfekte erste Schritt für die Internationalisierung Ihres Startups ist

Erst kürzlich wurde die neueste Ausgabe des Austrian Start Up Monitors veröffentlicht. Wieder einmal zeigte sich, wie dynamisch und divers die österreichische Startup Szene ist. Unternehmen wie Prescreen, mySugar, Bitpana oder Bitmovin erfreuen sich weit über Österreichs Grenzen hinaus großer Bekanntheit und zeigen was unser Land, Startups an Wachstums- und Fördermöglichkeiten bieten kann.

Seit 2009 wurden in Österreich mehr als 2.600 Startups gegründet, 29% davon in den Bereichen IT und Softwareentwicklung. Aber auch in den Sektoren Konsumgüter (10%), Life-Sciences (10%), Kreativwirtschaft (9%) und Bildung (6%) gab es in den letzten Jahren einen Anstieg an Gründungen zu verzeichnen. Beinahe 60% aller Startups in Österreich nahmen, während der Corona-Pandemie, zumindest eine staatliche Hilfsmaßnahme in Anspruch.
Zwei der wichtigsten Faktoren, um wettbewerbsfähig zu bleiben sind die Kompetenz und auch die Motivation sich ständig weiterzuentwickeln und so Innovationen zu schaffen. Das weiß auch die österreichische Regierung und ist deshalb sehr bemüht darum, Startups und Unternehmen allgemein bei ihren Forschungs- und Entwicklungsbemühungen zu unterstützen und das bereits bestehende, sehr umfassende Beratungs- und Förderungsnetzwerk stetig zu optimieren und auch weiter auszubauen. Dank dieser Bemühungen kann Österreich heute eine F&E Quote von 3,23% des BIP vorweisen und belegt damit Platz 2 im Europa-Ranking.

Was also sind die wichtigsten Faktoren, die ein Startup, das mit dem Gedanken an eine Internationalisierung spielt berücksichtigen sollte?

1. Lage und Infrastruktur

Geographisch betrachtet liegt Österreich im Herzen Europas, und bietet deshalb eine zentrale und einzigartige Ausgangslage, besonders für den deutschsprachigen DACH-Raum, der größten europäischen Region mit gemeinsamer Sprache, die ca. 100 Mio. EinwohnerInnen umfasst und sich durch eine hohe Kaufkraft auszeichnet.
Aufgrund der überschaubaren Größe des österreichischen Marktes, ist es möglich hier Produkte und Dienstleistungen, ohne allzu hohe Investments (finanziell und/oder persönlich) auszutesten. Wenn Sie und Ihr Unternehmen dann bereit sind sich auch in anderen Märkten zu positionieren, bietet Österreich auch hier wiederum ein umfassendes Netzwerk and Unterstützungs- und Beratungsorganisationen. So zum Bespiel die Aussenwirtschaftsorganisation der Wirtschaftskammer Österreich „Advantage Austria“, vertreten in mehr als 70 Ländern. Österreich ist ein Export-Champion, ExpertInnen und MitarbeiterInnen mit Erfahrung in diesem Bereich sind hier also leicht zu finden.

Was mich auch gleich zu meinem nächsten Punkt bringt:

2. Talente und Know-How:

Der österreichische Bildungsstandard ist im globalen Vergleich extrem hoch. Nach dem aktuellen Ranking des World Competitiveness Yearbook führt Österreich weltweit im Bereich Arbeitskräfte-Produktivität und belegt den zweiten Platz bei individueller Arbeitskraft-Motivation. Der duale Ausbildungstyp der Lehre ist beinahe einzigartig und bietet die Möglichkeit einer praxisorientierten Berufsausbildung. Die österreichische Regierung arbeitet laufend an einer Verbesserung und Anpassung der Liste der möglichen Lehren, zum Beispiel durch das Hinzufügen neuer Ausbildungen wie „Coding“.

3. Förderungen und Finanzierung

Auf staatlicher Ebene sind die zwei wichtigsten Förderungsinstitute für Startups die Österreichische Forschungsförderungsgesellschaft (FFG) und die Austria Wirtschaftsservice Gesellschaft (aws). Die FFG bietet vor allem Förderungen für innovative Forschungsprojekte österreichischer Startups und Unternehmen, beginnend mit kleineren Programmen wie dem „Innovationsscheck“ für die Kreation einer Idee in Zusammenarbeit mit einem Forschungscenter (max. 12.500 € und 20% Selbstbehalt). Das am breitesten ausgelegte Programm der FFG, ist das „Basisprogramm“, welches offen ist für alle Themenbereiche und auch jederzeit beantragt werden kann. Zusätzlich gibt es für F&E Unternehmen mit Sitz in Österreich eine Forschungsprämie in Höhe von 14%.
Die aws bietet ein Pre-Seed- und Seed- Programm für High-Technology Startups an und als staatliche Förder- und Finanzierungsbank stellt die aws außerdem Kredite zu guten Konditionen zur Verfügung.

4. Ecosystem und Unterstützung:

The Austrian Business veröffentlichte erst vor Kurzem einen Überblick über das österreichische Startup Ecosystem.
Und natürlich stehen auch wir jederzeit gerne zur Verfügung um ausländische Unternehmen, sowie Startups bei Ihrer Ansiedlung in Österreich zu unterstützen und Fragen jeder Art zu beantworten.

Autor: Mag. Marion Biber

Link zum Partnerprofil von ABA: hier

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