Christine Aschbacher, Unternehmensberaterin Aschbacher Advisory

Mut zur Innovation: Wie Leadership, Werte und Vertrauen Unternehmen zukunftsfähig machen

Bei den diesjährigen Performance Tagen (09.-10.07.2026) stand die Frage im Mittelpunkt, wie Unternehmen auch in einem zunehmend dynamischen Umfeld innovationsfähig bleiben. Gemeinsam mit Christine Aschbacher, Unternehmensberaterin Aschbacher Advisory und ihren  Kooperationspartnerinnen Yael Wachter & Ilana Shabtai, CEO Di-Finest – the Powerhouse of Innovation – die sich digital aus Tel Aviv zugeschalten haben, wurden unterschiedliche Perspektiven auf Innovation, Leadership, Fehlerkultur und den verantwortungsvollen Einsatz von Künstlicher Intelligenz beleuchtet. Dabei wurde deutlich: Zukunftsfähigkeit entsteht nicht allein durch neue Technologien, sondern vor allem durch die richtigen Unternehmenswerte und den Mut, Gewohntes zu hinterfragen und Transformationen zu führen.

Innovation braucht Vertrauen und eine starke Führungskultur
Christine Aschbacher stellte werteorientiertes Leadership als wesentliche Grundlage für Innovation und Transformation in den Mittelpunkt. Führungskräfte seien gefordert, Orientierung zu geben, Vertrauen zu schaffen und Rahmenbedingungen zu gestalten, in denen Mitarbeitende Eigenverantwortung übernehmen und neue Ideen entwickeln können. Anhand der Einführung der Corona-Kurzarbeit während ihrer Zeit als Bundesministerin zeigte sie, welches Potenzial entsteht, wenn unterschiedliche Kompetenzen gebündelt und unter hohem Zeitdruck gemeinsam Lösungen entwickelt werden.

„Wenn die richtigen Leute in der richtigen Stimmung zusammenkommen, ist Außergewöhnliches möglich – dafür müssen wir Führungskräfte sorgen!“

Eine wichtige Voraussetzung für Innovationsfähigkeit sei zudem eine konstruktive Fehler- und Lernkultur. Wer Neues entwickeln möchte, müsse bereit sein, kalkulierte Risiken einzugehen, Erfahrungen zu sammeln und daraus konsequent zu lernen. Lebenslanges Lernen, Neugier und unternehmerisches Denken werden damit zu wichtigen Voraussetzungen für nachhaltige Wettbewerbsfähigkeit.

Was Österreich von Tel Aviv lernen kann
Einen internationalen Blick auf das Thema brachte Yael Wachter ein. Sie zeigte, wie permanente Herausforderungen in Israel eine Kultur geprägt haben, in der Geschwindigkeit, Kreativität und Anpassungsfähigkeit einen hohen Stellenwert haben. Besonders entscheidend sei dabei der Umgang mit Fehlern: „Failure is knowledge.“ Scheitern werde als Wissensgewinn verstanden, der neue Lösungswege eröffnet.

Flache Hierarchien, interdisziplinäre Zusammenarbeit und globales Denken bereits bei der Entwicklung neuer Lösungen seien weitere wesentliche Bestandteile dieses Innovations-Mindsets. In der Verbindung österreichischer Verlässlichkeit, Struktur und Qualität mit israelischer Geschwindigkeit und Offenheit sieht Wachter großes Potenzial für europäische Unternehmen.

KI verändert Vertrauen – Sicherheit wird zur Führungsaufgabe
Ilana Shabtai widmete sich abschließend den neuen Herausforderungen, die Künstliche Intelligenz für Sicherheit und Vertrauen mit sich bringt. Deepfakes, künstlich erzeugte Stimmen und gefälschte Identitäten erschweren zunehmend die Unterscheidung zwischen echt und manipuliert. „Seeing is no longer believing“, brachte Shabtai die Entwicklung auf den Punkt.

Unternehmenssicherheit müsse daher über rein technische Schutzmaßnahmen hinausgehen und auch Menschen, Prozesse und Entscheidungswege berücksichtigen. Für eine erfolgreiche KI-Transformation brauche es klare Strategien, Governance, kontinuierliche Schulungen und Sicherheitskonzepte. Damit wird der verantwortungsvolle Umgang mit KI zunehmend zur Führungsaufgabe – und der Schutz von Vertrauen zu einem entscheidenden Faktor für die langfristige Resilienz von Unternehmen.

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