Daniel Freiberger, Geschäftsführer der Evolit GmbH, © Leitbetriebe Austria

Performance Tage 2026 – Die sechs Hebel der KI-Transformation: Warum Technologie allein nicht genügt

Wie können Unternehmen Künstliche Intelligenz erfolgreich integrieren und nachhaltig verankern? Dieser Frage widmete sich Daniel Freiberger, Geschäftsführer der Evolit GmbH, bei den Performance Tagen (09.-10.07.2026). Seine zentrale Botschaft: „Technologie ist nicht das Problem – Transformation ist es.“ Denn der Erfolg von KI hängt weniger von einzelnen Tools als von Organisation, Kultur, Führung und klaren Verantwortlichkeiten ab.

Sechs Hebel für eine erfolgreiche KI-Transformation
Als Orientierung stellte Freiberger ein für die KI-Transformation adaptiertes Framework von George Westerman (MIT Sloan School of Management) vor. Sechs Hebel helfen Unternehmen dabei, ihren eigenen Reifegrad einzuschätzen: gemeinsame Vision, Governance, Wertschöpfung, Technologie und Plattform, Kultur sowie Talent. Die Teilnehmenden nutzten das Modell direkt im Workshop, um Entwicklungsfelder in ihren eigenen Organisationen zu identifizieren.

Entscheidend sei dabei, KI-Projekte konsequent am wirtschaftlichen Nutzen auszurichten. Statt eines reinen Proof of Concept brauche es einen Proof of Value: Nicht die Frage „Kann die KI das?“ sollte im Mittelpunkt stehen, sondern welchen konkreten Beitrag eine Anwendung zur Wertschöpfung des Unternehmens leistet.

Schnell handeln und langfristig denken
Erfolgreiche KI-Transformation benötigt laut Freiberger zwei Geschwindigkeiten: Unternehmen sollten kurzfristig mit sicheren Anwendungen experimentieren und rasch Nutzen schaffen, gleichzeitig aber langfristig an Vision, Governance, Plattformen, Unternehmenskultur und Kompetenzen arbeiten. „Nicht entscheiden – beides gleichzeitig steuern.“

Dabei verändert KI nicht nur Prozesse, sondern auch Rollen und Kompetenzanforderungen. Ziel sei nicht, Menschen zu ersetzen, sondern sie von Routinetätigkeiten zu entlasten und mehr Raum für wertschöpfende Aufgaben zu schaffen. Eine Kultur, in der Neues ausprobiert werden darf, sowie kontinuierliches Upskilling werden damit zu wesentlichen Erfolgsfaktoren.

Freibergers Appell zum Abschluss brachte den praxisorientierten Workshop auf den Punkt: „Nicht hätte, könnte, sollte. Machen.“

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