KNAPP-Vorstand (v.l.n.r.): KNAPP-CFO Christian Grabner, KNAPP-COO Franz Mathi und KNAPP-CEO Gerald Hofer / Copyright: KNAPP/Kanizaj

KNAPP AG auf nachhaltigem Wachstumskurs

Auch für die KNAPP AG war das abgelaufene Wirtschaftsjahr eines mit extremen Ausschlägen. Mussten im ersten Quartal noch praktisch alle internationalen Projekte gestoppt werden, konnte durch die hohe Auslastung im weiteren Verlauf ein Umsatz von über einer Milliarde Euro erreicht werden. Das gute Ergebnis im Wirtschaftsjahr 2020/21 ermöglicht die hohen Investitionen für weiteres Wachstum und schafft neue Arbeitsplätze.

Wachstum auch im Krisenjahr – starkes 2. Halbjahr
„Im Frühjahr 2020 mussten wir die laufenden Projekte einstellen und hatten damit trotz voller Auftragsbücher eine Ausnahmesituation zu überstehen. Auch der langfristige Auftragseingang war bis in den Herbst 2020 aufgrund der Investitionsunsicherheiten bei den Kunden bei unter 50 Prozent vom Normalniveau. Dann stieg die Investitionsbereitschaft am Markt wieder“, erklärt KNAPP-CEO Gerald Hofer. Ende März 2021 bilanzierte die KNAPP-Gruppe mit einem Nettoumsatz von 1,06 Milliarden Euro auf einem annähernd hohen Niveau wie im Vorjahr (1,08 Mrd. Euro). Das Ergebnis aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit belief sich auf 84,5 Millionen Euro (Vorjahr: 76 Mio. Euro). Das Nettoergebnis nach Steuern fiel mit 59,2 Millionen Euro um rund 9 Prozent höher aus als im vorjährigen Geschäftsjahr. Der Auftragseingang lag im Berichtsjahr mit 1,8 Milliarden Euro auf Rekordniveau. Mit 54 Millionen Euro investierte KNAPP traditionell viel in Innovationen und beschäftigt weltweit 800 Mitarbeiter allein im Bereich Neu- und Weiterentwicklungen. Sehr stark erwiesen sich die Märkte in Zentral-, Nord- und Westeuropa. Das stärkste Wachstum konnte im nordamerikanischen Raum erzielt werden, was durch zahlreiche neue Referenzprojekte und eine stark ausgebaute US-Niederlassung ermöglicht wurde. Auch in Südamerika und Australien und Asien gibt es Zuwächse. Besonders erfreut zeigt sich das Vorstandsteam mit Gerald Hofer, Franz Mathi und Christian Grabner darüber, dass der Mitarbeiterstand in vollem Umfang beibehalten wurde und aktuell sogar stark ausgebaut wird.

Mit KNAPP-Spirit durch die Corona-Krise
Gemeinsam mit seinen Kunden und Mitarbeitern ist KNAPP durch die wohl stürmischste Zeit der neueren Geschichte gesegelt. „Täglich stehen wir vor neuen Herausforderungen und begegnen ihnen lösungsorientiert“, meint KNAPP-COO Franz Mathi. Mit einer Exportquote von 95 Prozent haben das Unternehmen insbesondere die Reisebeschränkungen getroffen. Doch KNAPP ist weltweit gut vernetzt und konnte durch Mitarbeiter an über 55 internationalen Standorten durchgängig Kunden betreuen. Dank der Agilität des Unternehmens, des unternehmensweiten Zusammenhalts, der fortgeschrittenen digitalisierten Arbeitswelt und nicht zuletzt des speziellen KNAPP-Spirits findet KNAPP einen guten Weg durch die weltweite Krise. „Rasches Handeln und funktionierende Krisenstäbe haben es ermöglicht, umfassend und schnell die notwendigen Maßnahmen zu setzen. Jeder Einzelne ist wichtig, damit wir für die aktuellen Anforderungen und die Zukunft gut aufgestellt sind“, so Gerald Hofer.

Technologie-Partner für Wertschöpfungsketten
Gegründet 1952, hat KNAPP seine Wurzeln in der Steiermark, wo auch heute noch das Herz des Technologieunternehmens schlägt. Aus einem 2-Mann Betrieb hat sich ein High-Tech-Unternehmen für Software und Automatisierung entwickelt, das weltweit ein gefragter Entwicklungspartner ist. Der Erfolg beruht auf der einzigartigen Expertise branchenspezifischer Anforderungen. KNAPP begleitet seine Kunden über viele Jahre und ermöglicht ihnen mit flexiblen Automatisierungstechnologien, ihre Geschäftsmodelle zu erweitern und sich rasch an Veränderungen am Markt anzupassen. „Einige Value Chains wie der Lebensmittel- oder Pharmabereich waren während der Krise massiv belastet. Wir haben unsere Kunden mit unseren hochdynamischen Systemen und unserem 24/7-Service durch diese Spitzen begleitet. Diese Verlässlichkeit und das Vertrauen können wir nun auch mit weiteren Aufträgen als Erfolg verbuchen“, berichtet KNAPP-COO Franz Mathi. Je flexibler ein Geschäftsmodell, desto leichter war die Krise zu bewältigen: Viele haben bereits vor 2020 mit KNAPP ihren stationären Handel um Online-Shopping erweitert. Für Partner-Industrien bietet KNAPP Lösungen von der Produktion über die Distribution bis zum Point-of-Sale. Zu den Kunden zählen beispielsweise Arvato/Douglas, Zalando, Garmin, Herba Chemosan oder Woolworths.

Australiens größte Lebensmittelkette Woolworths beauftragt KNAPP
Um sein Onlineshopping-Angebot auszubauen, realisiert Woolworths ein eigenes Fulfillment-Zentrum für 250 Personal Shopper. Mithilfe von Automatisierungstechnologie von KNAPP können Woolworths Personal Shopper über 50.000 Onlinebestellungen pro Woche abwickeln. Zusätzlich werden 440 Jobs während des Aufbaus der Anlage geschaffen. Die Onlinebestellungen werden im 22.000 m² großen Fulfillment Center in Auburn, Western Sydney, zusammengestellt und schnell und bequem zu den Konsumenten nach Hause geliefert. Das starke Umsatzwachstum im Onlinehandel, 92 Prozent von Juli bis Dezember 2020, beschleunigt die Ausbaupläne. Bereits jetzt machen die Online-Umsätze bei Woolworths rund acht Prozent des Gesamtumsatzes aus.

Ausblick: Sehr gute Auftragslage schafft weitere Arbeitsplätze
Mit Ende März 2021 beschäftigt KNAPP rund 5.300 Mitarbeiter weltweit, in Österreich 3.100, Tendenz stark steigend. „Wir haben im Februar bekanntgegeben, dass wir 1.000 neue Mitarbeiter weltweit suchen, davon 500 in der Steiermark. Wir freuen uns über eine sehr positive Resonanz und weit über 4.000 Bewerbungen. Dennoch sind wir noch nicht am Ziel unseres Mitarbeiteraufbaus angelangt“, meint Finanzvorstand Christian Grabner. „Wir suchen weiterhin Mitarbeiter mit Kompetenzen im Bereich Mechatronik, Elektrik, Software, SPS-Programmierung, Projektmanagement sowie Inbetriebnehmer mit hoher Reisebereitschaft für unsere weltweiten Anlagen.“ Weiter investiert wird auch in den Ausbau der Standorte in Hart bei Graz, Leoben, Dobl, Raaba-Grambach und Klagenfurt. Rund 75 Millionen Euro investiert KNAPP in Infrastruktur, Gebäude- und Hallenerweiterungen, etwa 50 Prozent des Wachstums wird an den internationalen Standorten erzielt werden.

KNAPP AG (Konzern)2020/21*Veränderung2019/20*
Umsatz in Mio. Euro1.060,61– 1,8 %1.080,11
Auftragseingang in Mio. Euro1.809,6555,8%1.161,88
EBITDA in Mio. Euro110,12– 1,2 %111,48
EBIT in Mio. Euro79,15– 4,9 %83,25
EBT in Mio. Euro84,5211 %76,14
Investitionen F&E53,69-5,8%56,98
Eigenkapital in Mio. Euro238,8623,1%194,1
Mitarbeiter5.2866%4.985
*Geschäftsjahr von 1.4.-31.3.

Link zum Unternehmensprofil von KNAPP: hier

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