Manuela Lindlbauer, MBA-Geschäftsführerin, Lindlpower Personalmanagement, Beirätin Leitbetriebe Austria / Copyright: Sabine Klimt

Manche Social Media Beiträge sind toxisch für eine positive Arbeitnehmer-Arbeitgeber-Beziehung… 

Gastbeitrag Manuela Lindlbauer, Geschäftsführerin Lindlpower Personalmanagement und Beirat Leitbetriebe Austria: Warum die Arbeitsgruppe & Kampagne der Leitbetriebe Austria „Neue Welt der Arbeit“ ein so wichtiger Beitrag für die Wirtschaft, unsere Gesellschaft und letztendlich den angespannten Arbeitsmarkt ist und ich sehr gerne als UNIT-Leiterin mitarbeite:

Manche Social Media Beiträge sind toxisch für eine positive Arbeitnehmer-Arbeitgeber-Beziehung… 

… die aber notwendig ist, um die aktuellen Anforderungen in der Wirtschaft und am Arbeitsmarkt zu stemmen.  

Wir sprechen einerseits täglich von Teuerung und Inflation und andererseits vom Sinn in der Arbeit, einem großartigen Betriebsklima und was Unternehmen nicht alles machen sollen, damit sich die ArbeitnehmerInnen wohlfühlen und ihre Leistung erbringen können. 

Leider gibt es gerade in den Social Media oft Beiträge die das Verhältnis zwischen ArbeitgeberInnen und ArbeitnehmerInnen nicht fördern sondern eher spalten, indem Sie auf Rechte & Pflichten hinweisen und Unternehmen als „Feind der ArbeitnehmerInnen“ positionieren 

Sollte es nicht die Aufgabe von Social-Media-Plattformen, Multiplikatoren und auch Unternehmen sein, das MITEINANDER und ZUSAMMEN zu fördern? Insbesondere in Zeiten, in denen Arbeit ohnehin an Sexappeal verloren hat und die Work-Life-Balance in den Vordergrund gerückt ist.  

In so einer Situation sind Hinweise auf Bildungskarenz in denen man Sprachreisen oder Yoga-Kurse besuchen kann, nicht besonders förderlich, die Arbeitgeber-Arbeitnehmer-Beziehung zu verbessern, auch nicht um  das Miteinander unter KollegInnen zu stärken. ArbeitnehmerInnen werden gespalten: in solche, die auf ihr Recht pochen und alle Möglichkeiten zur Selbstoptimierung ausnutzen und solche, die pflichtbewusst ihrer Tätigkeit nachkommen und dann einspringen müssen, wenn die KollegInnen auf Yoga-Retreat sind. 

Ist es nicht unsere Aufgabe, das Thema ARBEIT wieder positiv zu besetzen? Ich bin davon überzeugt, dass sinnvolle Arbeit in einem tollen, sozialen und wertschätzenden Umfeld – ich weiß, es ist noch nicht überall so – wesentlich dazu beitragen kann, Burn-out und Depressionen zu vermeiden. Wir alle brauchen Anerkennung und Wertschätzung, um Lebensfreude und positive Energie zu empfinden und mit Freude durchs Leben zu gehen. Es sollte doch Spaß machen, Geld zu verdienen, seinen Beitrag zu leisten und am Ende des Tages zu sehen, was man geschaffen hat. 

Natürlich ist die Freizeit, ist der Urlaub wichtig und die Arbeitnehmer-Arbeitgeber-Beziehung darf auf keinen Fall in eine Abhängigkeit führen. Aber junge Menschen auf die „Optimierung“  ihres Arbeitslebens hinzuweisen, lehne ich wirklich ab! Bin ich da zu empfindlich? 

Noch einmal: Es geht doch um ein Miteinander! Nur gesunde Unternehmen können vielen Menschen sinnvolle und passende Arbeit geben und nur gesunde MitarbeiterInnen können die – Gott sei Dank – aktuell florierende Wirtschaft weiterbringen. 

Nur auf die Rechte zu pochen und auf die Pflichten zu vergessen, ist nicht der richtige Weg, unsere Wohlstandsgesellschaft für die nächsten Jahre und Generationen gesund aufrechtzuerhalten. 

Genau aus diesem Grund engagieren sich die Leitbetriebe Austria zu diesem Thema und wollen einen gesellschaftspolitischen Beitrag leisten, das Thema ARBEIT wieder positiv zu besetzen

Wollen Sie auch an unserer Bewegung mitarbeiten, dann freuen wir uns sehr über Ihre Kontaktaufnahme. Monica Rintersbacher freut sich auf den Austausch mit Ihnen – office@leitbetriebe.at

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