Unternehmer wollen Anerkennung

Neue Volksbank-Studie zeigt, wie die unterschiedlichen Unternehmergenerationen ticken.

Die „Volksbank UnternehmerInnen-Studie“ geht heuer in die dritte Runde und gibt wieder Einblicke in die persönliche Lebenswelt von Selbstständigen in Österreich. Thema der aktuellen Ausgabe sind die Unternehmergenerationen: Was zeichnet jede von ihnen aus? Wie handeln sie und was haben sie trotz des Altersunterschieds gemeinsam? Dazu wurden in Kooperation mit dem Österreichischen Gallup-Institut zwischen Februar und Juli 2020 bundesweit 1.000 Unternehmerinnen und Unternehmer befragt.

Die dominierenden Vier
Vier Generationen dominieren hierzulande die Unternehmenslandschaft: die Traditionalisten (über 65 Jahre), die Babyboomer (56 bis 65 Jahre), die Generation X (41 bis 55 Jahre) und die Generation Y (26 bis 40 Jahre). „Jede von ihnen hat sowohl im Privatleben als auch in beruflichen Situationen ihre eigene Art, mit Herausforderungen umzugehen. Gerade im Hinblick auf den Generationenwechsel am Arbeitsmarkt wollten wir uns genau dieser Thematik stellen und herausfinden, wo die Jungunternehmerinnen und Jungunternehmer anders ticken als die Erfahrenen“, so Gerald Fleischmann, Generaldirektor der Volksbank Wien AG.

Die drei wichtigsten Werte für Selbstständige sind Teamwork, Innovation und Nachhaltigkeit. Wenig verwunderlich ist, dass die Unterschiede zwischen den Traditionalisten und der Generation Y hier besonders signifikant sind. So hat Teamwork vor allem für die Jüngeren eine höhere Wertigkeit im Unternehmen. Während das Thema Innovation mit dem Alter etwas an Relevanz verliert, wächst die Bedeutung von Nachhaltigkeit mit den Lebensjahren. Bei den Jüngeren zeichnet sich ein anderes Bild ab: Nachhaltigkeit ist für sie eher selbstverständlich.

Notwendige Kompromisse
Die „Volksbank UnternehmerInnen-Studie“ zeigt auch, dass acht von zehn der Befragten zumindest hin und wieder Kompromisse eingegangen sind, um ihre beruflichen Ziele zu erreichen – die Generationen Y und X sogar noch etwas häufiger. „Vor allem wenn es um das Privatleben geht, stecken Selbstständige hierzulande häufig zurück. Die hohe Bedeutung der Familie ist jedoch altersunabhängig“, weiß Gerald Fleischmann. Trotzdem sind 89 Prozent der Befragten glücklich mit ihrer Entscheidung für das Unternehmer-Dasein. Das Know-how für ihr Unternehmer-Leben erlernt die Generation Y deutlich häufiger durch Eltern und Angehörige.

Es gibt Dinge, die werden sich nie ändern. So stellt etwa Gründen für jede Generation eine Herausforderung dar. Stress gehört in dieser Zeit genauso dazu wie wenig Freizeit. Doch während die Stressakzeptanz bei den Befragten von der Unternehmensgründung bis heute deutlich sinkt, bleibt die Work-Life-Balance unausgeglichen. 57 Prozent der Befragten geben an, nach wie vor eher wenig bis kaum Freizeit zu haben. „Vor allem die Unabhängigkeit und unternehmerischer Erfolg treiben Unternehmerinnen und Unternehmer an! Junge mehr als Erfahrene“, so Fleischmann.

Stabilisierung schlägt Wachstum
Beim Thema Bilanz und Pläne hat sich gezeigt, dass die Digitalisierung zwar vor Österreichs Unternehmen nicht Halt macht, diese jedoch für knapp ein Drittel der Befragten keine besonders große Herausforderung mehr darstellt. Außerdem legen drei Viertel Wert auf Anerkennung. Mit steigendem Alter wird dies sogar immer wichtiger. Und welche Ziele sind für eine unternehmerische Zukunft am wichtigsten? Für 56 Prozent der Selbstständigen ist es die Stabilisierung des Betriebs. Danach folgen Wachstum, besser werden und die Übergabe in gleich großen Anteilen sowie eine bessere Work-Life-Balance.

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www.volksbankwien.at

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