Bürgermeister der Stadt Linz Dietmar Prammer, OÖ Landeshauptmann Thomas Stelzer, RLB OÖ-Generaldirektor Reinhard Schwendtbauer, Beteiligungs- und Immobilienvorstand der RLB OÖ Gerald Aichhorn ©RLB OÖ/Maringer

Pionierprojekt für städtischen Holzbau: RLB OÖ setzt mit dem modernsten Finanzplatz des Landes neue Maßstäbe

Am 21. Mai 2026 setzt die Raiffeisenlandesbank Oberösterreich einen Meilenstein für nachhaltige Stadtentwicklung, zukunftsweisende Arbeitswelten und modernes Bauen: Mit dem Spatenstich beginnt offiziell der Bau der neuen Konzernzentrale im Linzer Neustadtviertel. Das neue RLB OÖ-Headquarter entsteht als offenes, urbanes Zentrum, als Leuchtturmprojekt für klimabewusstes Bauen – und als sichtbares Bekenntnis zur Region Oberösterreich.

Reinhard Schwendtbauer: „Modernster Finanzplatz des Landes ist ein gebautes Bekenntnis zu unserer Haltung“
Mit dem neuen Headquarter schafft die Raiffeisenlandesbank OÖ nicht nur einen modernen Arbeitsplatz, sondern gestaltet die Zukunft des urbanen Raums in Linz aktiv mit. Das achtgeschossige Gebäude zwischen Goethestraße und Blumauerstraße vereint auf rund
25.000 m² Nutzfläche Finanzplatz, moderne Arbeitswelt, öffentliches Angebot und schafft zusätzlichen Grünraum.

„Die neue Konzernzentrale wird in Holz-Hybrid-Bauweise errichtet. Das Holz stammt aus den Wäldern jener Regionen, die die RLB OÖ seit mehr als 125 Jahren begleitet. Das Projekt ist damit ein gebautes Bekenntnis zu unserer Haltung. Als Leuchtturmprojekt steht es für regionale Verbundenheit, Innovationskraft und Offenheit. Bankgeschäfte werden heute nicht mehr hinter großen, schweren Türen erledigt. Unser Anspruch ist es, hier bis Ende 2029 den modernsten Finanzplatz des Landes zu errichten“, betont RLB OÖ-Generaldirektor Reinhard Schwendtbauer.

Das Headquarter der Raiffeisenlandesbank OÖ bietet künftig:

• Platz für bis zu 1.000 Mitarbeitende mit 750 Standard-Arbeitsplätzen,
• großzügige Kunden- und Begegnungszonen,
• einen öffentlich zugänglichen Event- und Gastronomiebereich samt Gastgarten und mögliche Geschäftseinheiten entlang der neuen Fußgängerzone sowie
• neue Grün- und Parkflächen am Areal.
• Damit entsteht auch ein lebendiger Treffpunkt für die Öffentlichkeit.

Reinhard Schwendtbauer: „Wir bauen nicht auf der grünen Wiese, sondern entwickeln einen bestehenden urbanen Raum weiter – mit Respekt vor dem gesamten Umfeld, mit Mehrwert für das Viertel und mit einem klaren Fokus auf Nachhaltigkeit. Wir möchten hier langfristig nicht nur ein neues Gebäude errichten, sondern ausgehend vom gesamten Campus der RLB OÖ als Herzstück einen ganzen Stadtteil attraktivieren – vom Südbahnhofmarkt bis zum neuen Nahverkehrsknoten Lastenstraße/Franckstraße.“

Flexible Raumkonzepte gehen auf Bedürfnisse der Mitarbeitenden ein
Gerade auch im Bankensektor ist Innovationsfähigkeit entscheidend. Umso wichtiger ist eine Arbeitsumgebung, die Innovation fördert und Kreativität im Unternehmen unterstützt. Am gesamten RLB OÖ Campus – also in allen vom Unternehmen genutzten Gebäuden vom BlumauTower bis zum Stammhaus am Südbahnhofmarkt – werden im Zuge des Neubaus moderne Konzepte für den Arbeitsplatz der Zukunft umgesetzt. Bereits seit einigen Jahren werden in den bestehenden Gebäuden neue Arbeitsbereiche etabliert und in Pilotphasen erprobt.

Schwendtbauer: „Digitalisierung bestimmt unser Geschäft, aber in der Zusammenarbeit zählen das Analoge, Natürliche und Menschliche. Wir möchten unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern möglichst hohe Flexibilität bieten. Wir schaffen Raumkonzepte, die auf die Bedürfnisse der unterschiedlichen Jobprofile in der RLB OÖ eingehen und die uns rasche Anpassungen in der Raumorganisation erlauben. Dazu gehört auch ein verstärktes Angebot für spontanen Austausch. Die Vielfalt an Möglichkeiten fördert Innovation und sorgt für eine gute Balance zwischen Kommunikation, Konzentration und Kollaboration.“

Das Büro im Wettbewerb der Arbeitsorte
Home-Office bzw. hybrides Arbeiten zählen heute zu den Selbstverständlichkeiten moderner Arbeitskonzepte. Zugleich hat Arbeiten von zu Hause aber auch Schattenseiten, wie etwa geringere Ergonomie oder der fehlende, oft spontane Austausch, der Innovation und

Gestaltungskraft fördert. Die Qualität des Arbeitsumfelds zählt für Mitarbeitende zu den zentralen Faktoren für die Wahl und Bindung an einen Arbeitgeber.

Schwendtbauer: „Das Büro der Zukunft muss überzeugen, nicht verpflichten. Wenn Menschen zunehmend die Wahl haben, an welchen Orten sie ihre Aufgaben verrichten, steht das Büro im Wettbewerb vieler möglicher Arbeitsorte. Daher gilt es, ein Gebäude zu gestalten, das aufgrund seiner Ausstattung, der räumlichen Anreize und der dort erlebbaren Unternehmenskultur so attraktiv ist, dass Mitarbeiter gerne dorthin kommen und den Mehrwert spüren. Das stärkt sowohl die Innovationskraft und Effizienz des Unternehmens als auch die Attraktivität als Arbeitgeber.“

Gerald Aichhorn: „Atrium als integraler Kern des Gebäudes“
Als Beteiligungs- und Immobilienvorstand der Raiffeisenlandesbank Oberösterreich verantwortet Gerald Aichhorn die Umsetzung des Neubauprojekts. Seine Perspektive ist dabei klar strukturiert: Das neue RLB OÖ Headquarter vereint ein offenes Architekturkonzept, einen zukunftsorientierten Mobilitätsansatz, ein breites öffentliches Angebot und ein ganzheitlich gedachtes Energiekonzept.

Architekturkonzept: Atrium als integraler Kern des Gebäudes
Das Architekturkonzept des Headquarters der Raiffeisenlandesbank OÖ geht auf den Siegerentwurf des Münchner Architekturbüros HENN zurück, das sich 2019 in einem Wettbewerb gegen 21 teilnehmende Büros durchsetzen konnte.
Der Neubau besteht aus insgesamt acht oberirdischen Stockwerken und einer Tiefgarage über vier Ebenen:

• Im Erdgeschoss sind Foyer samt Empfang, Mitarbeiter-Restaurant, ein öffentliches Café & Bistro sowie mögliche Geschäftseinheiten entlang einer neuen Fußgängerzone angesiedelt.
• Das erste Obergeschoss bildet die Kundenzone mit Piazza, zahlreichen Besprechungsmöglichkeiten und Veranstaltungsräumen.
• Die Obergeschosse zwei bis sechs sind Büroarbeitsbereiche, die in unterschiedliche Zonen für Fokusarbeit, Zusammenarbeit und Austausch gegliedert sind. Highlight: Ein Indoor-Garden sowie ein Gesundheitsbereich sorgen für ein besonders angenehmes Arbeitsklima und für Wohlbefinden.
• Im siebenten OG sind die Vorstandsbereiche und eine Projektzone vorgesehen.
• Rund 370 neue Tiefgaragen-Plätze über vier Etagen stehen sowohl Kundinnen und Kunden als auch Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zur Verfügung. 70 Plätze davon werden als E-Ladestationen errichtet, und es werden weitere Vorkehrungen für entsprechende Nachrüstbarkeiten getroffen.

Das offen gestaltete Atrium stellt architektonisch als integraler Kern des Neubaus ein starkes Element für Offenheit, Transparenz und Vernetzung dar. Zusätzlich entsteht durch den sogenannten „Loop“ eine durchgehende Wegeverbindung über alle Geschosse. Das Atrium sowie die Piazza werden als halböffentlicher Raum gedacht, der Platz für Begegnungen und Interaktionen zwischen Kundinnen und Kunden, Besucherinnen und Besuchern, Angestellten und der Öffentlichkeit bietet.

Gerald Aichhorn: „Als Herzstück des Gebäudes verbindet das offen gestaltete Atrium Menschen und Ideen über Bereichsgrenzen hinweg. Es ist mit den dort angesiedelten Coffeepoints, Creative Spaces und offenen Arbeitsmöglichkeiten der zentrale Ort für bereichsübergreifenden Austausch. Durch dieses Loop-Prinzip bleiben die Menschen im Gebäude stärker in Bewegung als in herkömmlichen starren Bürostrukturen – ein Faktor, der nicht nur den Austausch, sondern auch die Gesundheit der Mitarbeitenden fördert.“

Die abgestufte Höhenentwicklung des neuen RLB OÖ-Headquarters schafft einen harmonischen Übergang zu den umliegenden Gebäuden. Großzügige Erdgeschosszonen öffnen den Neubau zum öffentlichen Raum, während Glas und Holz Offenheit, Transparenz und Stabilität verkörpern. Technische Vorkehrungen wie Quellluftlösung fördern Behaglichkeit und ein gesundes Raumklima.

Gleichzeitig trägt das biophile Konzept als bestimmendes Designelement zur Gesundheitsförderung bei: Biophilie entlastet das Nervensystem und stimuliert zugleich Aufmerksamkeit und Kreativität. Erreicht wird dies durch die gezielte Integration von Natur mittels Holz-Hybrid-Bauweise, den Indoor-Garden, eine wissenschaftlich fundierte Gestaltung von Oberflächen, Mustern und Materialien sowie die bewusste Raumgestaltung.

Zeitplan: Fertigstellung bis Ende 2029 geplant

• Mit dem Spatenstich am 21. Mai 2026 beginnt die Bauphase offiziell. In einem ersten Schritt stehen der Spezialtiefbau sowie die Geothermie-Bohrungen im Mittelpunkt. Diese Phase schafft nicht nur die bauliche Grundlage, sondern bildet zugleich das Fundament für das nachhaltige Energiekonzept des gesamten Campus.

• Ab Ende 2027/Anfang 2028 startet der Hochbau in Holz-Hybrid-Bauweise.
• Der Bezug des neuen Gebäudes ist für Herbst 2029 geplant.
• Der klassische Schalterbereich für tägliche Bankgeschäfte bleibt weiterhin am bisherigen Standort am Südbahnhofmarkt bestehen und wird nicht übersiedelt.

Energiekonzept: Nachhaltig über den gesamten Lebenszyklus
Auch beim Energiekonzept verfolgt die RLB OÖ einen ganzheitlichen Ansatz. Das Headquarter wird durch Geothermie mittels 87 Erdwärmesonden mit bis zu 150 Metern Tiefe und einer thermischen Aktivierung der Schlitzwände und Fundamentplatte über das gesamte Jahr energieautark beheizt und gekühlt. Ergänzend dazu kommen weitere Energieeffizienzmaßnahmen, wie etwa Photovoltaik-Anlagen oder ein campusweites „Anergienetz“, zum Einsatz.

„Nachhaltigkeit ist für uns kein Zusatz, sondern integraler Bestandteil der Planung – von der ersten Bohrung bis zum laufenden Betrieb. Ziel ist ein energieeffizienter, klimafreundlicher Betrieb über den gesamten Lebenszyklus hinweg, orientiert an internationalen Standards wie LEED und der EU-Taxonomie“, erklärt Aichhorn.

Mobilität: Aufenthaltsqualität statt Verkehrsdominanz
Ein zentraler Aspekt des Projekts ist das neu gedachte Verkehrs- und Mobilitätskonzept. Ein Teil der Goethestraße wird zur beruhigten Fußgängerzone mit zusätzlichen Begrünungsmaßnahmen umgestaltet und erhält schattige Aufenthaltsbereiche sowie Sitzgelegenheiten.

„Gleichzeitig wird ein ausgewogener Mobilitätsmix gefördert: Mit einer umfassenden E-Mobilitätsinfrastruktur und mehr als 130 Fahrradstellplätzen ist das neue Gebäude für unterschiedliche Mobilitätsformen gut erreichbar. Unser Ziel war es, Verkehr sinnvoll zu lenken und öffentlichen Raum zurückzugewinnen – nicht zusätzlichen Verkehr zu erzeugen“, betont Aichhorn.

Öffentliches Angebot und Grünflächen: 5.000 m² Asphaltfläche werden entsiegelt
Das Projekt versteht sich bewusst als offener Ort der Begegnung. Öffentlich zugängliche Bereiche im Erdgeschoss – darunter Gastronomie samt Gastgarten und mögliche Geschäftseinheiten entlang einer neu geschaffenen Fußgängerzone – machen das Gebäude zu einem zentralen Treffpunkt im Neustadtviertel. Ergänzt wird dieses Angebot durch zusätzliche Grün- und Aufenthaltsflächen sowie einen erweiterten Nachbarschaftspark. Ein essenzieller Bestandteil des Projekts ist die umfassende Entsiegelung von rund 5.000 m² bislang asphaltierter Fläche. Zusätzlich werden 53 Bäume neu gepflanzt. Neupflanzungen im Straßenraum werden nach dem Schwammstadtprinzip umgesetzt: Das heißt, diese Bereiche werden so gestaltet, dass dort Pflanzen, Schotterrasen und Flächen mit Pflastersteinen wieder Wasser aufnehmen können.

„Der Campus soll das Viertel beleben und einen echten Mehrwert für die Umgebung schaffen – nicht abschotten, sondern öffnen. Damit wird der Neubau zu einem Impulsgeber für den gesamten Campus und zu einem Ort, an dem Arbeiten, Begegnen und Verweilen selbstverständlich zusammenfinden“, so Aichhorn.

Erich Wiesner: Innovation, Präzision und regionale Wertschöpfung

Die neue Konzernzentrale der Raiffeisenlandesbank Oberösterreich wird in moderner Holz-Hybrid-Bauweise errichtet und setzt damit ein starkes Zeichen für die Zukunft des nachhaltigen Bauens in Österreich. Insgesamt kommen rund 12.640 Festmeter PEFC-zertifiziertes Rundholz – überwiegend heimisches Fichtenholz – zum Einsatz. Für die Umsetzung zeichnet WIEHAG Timber Construction aus Altheim (Oberösterreich) verantwortlich, eines der international führenden Unternehmen im Ingenieurholzbau.

WIEHAG hat in den vergangenen Jahren zahlreiche international beachtete Pionierprojekte realisiert, darunter den Atlassian Central Tower in Sydney, der nach seiner Fertigstellung mit 183 Metern das höchste Holz-Hybrid-Hochhaus der Welt sein wird, oder das neue Logistics Centre West (LCW) für den dänischen Modekonzern Bestseller, das auf 155.000 m² neue Maßstäbe für nachhaltiges Bauen in neuen Dimensionen setzt.

Mit dem neuen RLB OÖ-Headquarter entsteht nun auch in Österreich ein großvolumiges Holzbauprojekt mit besonderer Strahlkraft. Für WIEHAG-CEO und -Eigentümer Erich Wiesner ein wichtiges Signal mit besonderer Bedeutung: „Wir freuen uns sehr, dass mit der neuen Konzernzentrale der Raiffeisenlandesbank Oberösterreich auch in Österreich ein Holzbauprojekt dieser Dimension und Qualität realisiert wird. Gebäude dieser Art zeigen eindrucksvoll, dass Holzbau auch bei komplexen, mehrgeschossigen Gebäuden eine tragfähige Lösung ist. Ich bin überzeugt, dass die neue RLB-Konzernzentrale viele weitere Entwicklungen inspiriert und der grünen Transformation der gebauten Umwelt in Österreich zusätzlichen Rückenwind verleiht.“

Zum Einsatz kommen moderne Holzwerkstoffe wie Brettschichtholz (BSH) und Brettsperrholz (CLT), die hohe Tragfähigkeit, Formstabilität und Brandsicherheit gewährleisten. Die tragenden Elemente werden industriell vorgefertigt und just-in-time auf die Baustelle geliefert.

„Der hohe Vorfertigungsgrad sorgt für Präzision, Qualität und einen deutlich effizienteren Bauablauf. Gleichzeitig werden Bauzeit, Lärm, Staub und Abfall auf der Baustelle erheblich reduziert“, so Wiesner.

Besonders bedeutend ist auch die Klimawirkung der neuen RLB-Konzernzentrale: Im Vergleich zu einer konventionellen Stahlbetonkonstruktion verursacht das Holz-Hybrid-Tragwerk rund 36 Prozent weniger vorgelagerte CO2-Emissionen. Darüber hinaus speichert das verbaute Holz große Mengen Kohlenstoff langfristig in seiner Struktur. Durch die

Verwendung von rund 4.600 m³ Brettschicht- und Brettsperrholz werden insgesamt etwa 3.150 Tonnen CO2 langfristig gebunden. Das entspricht in etwa 652 Erdumrundungen am Äquator (40.075 km) mit einem Mittelklasse-Pkw.

„Das Gebäude wird damit selbst zu einem Kohlenstoffspeicher. Holzkonstruktionen reduzieren den Einsatz CO2-intensiver Baustoffe und binden gleichzeitig Kohlenstoff langfristig über ihre gesamte Lebensdauer“, so Erich Wiesner.

Neben den ökologischen Vorteilen stärkt der Holzbau auch die regionale Wertschöpfung: Von der nachhaltigen Forstwirtschaft über Sägewerke bis hin zu spezialisierten Holzbaubetrieben profitieren zahlreiche heimische Betriebe entlang der gesamten Lieferkette.

Georg Schöppl: Nachhaltiges Bauen beginnt im Wald

Der Einsatz von Holz als zentralem Baustoff macht das Headquarter der RLB OÖ auch zu einem Projekt mit forstwirtschaftlicher Signalwirkung. Georg Schöppl, Vorstandssprecher der Österreichischen Bundesforste, ordnet den Neubau in einen größeren ökologischen Zusammenhang ein.

„Der Wald ist heute doppelt gefordert: Er ist selbst massiv vom Klimawandel betroffen und gleichzeitig ein zentraler Teil der Lösung. Unsere Jahrhundertaufgabe ist es daher, die Wälder aktiv zu klimafitten, artenreichen Mischwäldern umzubauen, damit sie auch zukünftigen klimatischen Bedingungen bestmöglich standhalten können. Dazu gehört auch, den nachwachsenden Rohstoff aus nachhaltig bewirtschafteten Wäldern verantwortungsvoll einzusetzen. Gerade der moderne Holzbau zeigt, wie Klimaschutz, regionale Wertschöpfung und nachhaltige Entwicklung zusammenwirken können. Holz speichert Kohlenstoff über Jahrzehnte, ersetzt fossile Materialien und wächst laufend nach – dabei entnehmen wir langfristig nicht mehr, als unsere Wälder hervorbringen“, sagt Georg Schöppl.

Jeder Kubikmeter verbautes Holz erspart der Atmosphäre langfristig eine Tonne CO2. Dort, wo Bäume geerntet wurden, wachsen neue Pflanzen nach, die wiederum CO2 aus der Luft aufnehmen und Kohlenstoff binden. „In Österreichs Wäldern wächst pro Sekunde rund ein Kubikmeter Holz zu. Die Holzmenge, die für den Bau des neuen Headquarters benötigt wird, ist also bereits nach weniger als fünf Stunden schon wieder nachgewachsen“, so Schöppl.

Die Österreichischen Bundesforste betreuen rund 15 Prozent der heimischen Wälder und sind damit der größte Wald- und Naturraummanager des Landes. In Oberösterreich bewirtschaften die Bundesforste knapp ein Viertel der Waldflächen.

„Nachhaltige Forstwirtschaft heißt, den natürlichen Kreislauf des Waldes zu stärken. Wir nutzen Holz verantwortungsvoll und sorgen gleichzeitig dafür, dass stabile, klimafitte Mischwälder nachwachsen können. So bleiben unsere Wälder gesund und widerstandsfähig. Regionales Holz vermeidet zudem lange Transportwege und stärkt die heimische Wertschöpfung. Nachhaltiges Bauen beginnt daher schon im Wald“, fasst Schöppl zusammen.

Das Projekt der RLB OÖ zeige exemplarisch, wie nachhaltige Bauweise, moderne Architektur und verantwortungsvolle Nutzung natürlicher Ressourcen zusammenspielen können – zum Nutzen von Umwelt, Wirtschaft und kommenden Generationen.

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